PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNeue Forsa-UmfrageAfD in Umfrage erstmals fünf Punkte vor Union – Zustimmung für Merz sinkt auf neuen TiefstandVeröffentlicht am 28.04.2026Lesedauer: 2 MinutenKanzler Friedrich Merz hat im aktuellen Insa-Ranking für Bild einen deutlichen Dämpfer erlitten. Mit 28,9 Punkten fällt der 70-Jährige von Platz 18 auf Platz 20 und belegt damit erstmals den letzten Rang. Politikwissenschaftlerin Ursula Münch analysiert die Umfrage.In einer neuen Forsa-Umfrage liegt die AfD so weit vor der Union wie nie zuvor. Zugleich fallen CDU und CSU auf den niedrigsten Stand seit Ende 2021. Auch Kanzler Friedrich Merz erreicht neue Tiefstwerte.Die AfD hat im RTL/ntv-Trendbarometer ihren Vorsprung vor der Union auf einen Rekordwert ausgebaut. In der sogenannten Sonntagsfrage gewinnt die Partei einen Punkt und kommt auf 27 Prozent. CDU und CSU verlieren zwei Punkte und fallen auf 22 Prozent – ihr schlechtester Wert seit Dezember 2021.Als einzige Partei neben der AfD kann die Linke hinzugewinnen. Sie kommt nun auf 12 Prozent und liegt damit gleichauf mit der SPD. Die Werte der anderen Parteien bleiben unverändert.Auch bei der Frage nach politischer Kompetenz liegt die AfD erstmals vor der Union. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werde, nennen 14 Prozent die AfD, nur 13 Prozent die CDU/CSU.Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 hatte die Union noch 28,5 Prozent erreicht, die AfD 20,8 Prozent.Die Forsa-Ergebnisse im Überblick:AfD: 27 Prozent (+1)CDU/CSU: 22 Prozent (-2)Grüne: 15 Prozent (+-0)SPD: 12 Prozent (+-0)Linke: 12 Prozent (+1)FDP: 4 Prozent (+-0)Sonstige: 8 ProzentAuffällig bleibt auch der hohe Anteil der Unentschlossenen und Nichtwähler. Er liegt laut Umfrage bei 26 Prozent – deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).Lesen Sie auchParallel zur schlechten Stimmung gegenüber der Union fällt auch die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz auf einen neuen Tiefstand. Nur noch 15 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden, 83 Prozent äußern Unzufriedenheit. Selbst unter Anhängern der Union überwiegt demnach die Kritik.Laut RTL/ntv sind die Zufriedenheitswerte für Merz sogar niedriger als im Vergleich zu seinem Vorgänger Olaf Scholz.Iran-Krieg und Wirtschaft dominieren Sorgen der WählerEin Thema, das die Wähler weiterhin stark beschäftigt, ist der Iran-Krieg (42 Prozent), gefolgt von der wirtschaftlichen Lage (37 Prozent) und der Arbeit der Bundesregierung (29 Prozent). Auf Platz vier folgen die Benzinpreise (21 Prozent).Auch die wirtschaftlichen Erwartungen bleiben laut Forsa pessimistisch: Nur 13 Prozent rechnen in den kommenden Jahren mit besseren wirtschaftlichen Verhältnissen in Deutschland, 67 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Für das RTL/ntv-Trendbarometer befragte das Institut Forsa vom 21. bis 27. April insgesamt 2503 Wahlberechtigte. Für die Frage zur politischen Kompetenz wurden 1008 Personen befragt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Prozentpunkte.kaha