PfadnavigationHomePolitikDeutschlandVeranstaltung in GrimmenAfD-Kandidat fordert Spezialeinheit für Abschiebungen – verbale Auseinandersetzung vor KulturhausStand: 00:13 UhrAfD-Landeschef Enrico Schult, Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm und der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla (v.l.)Quelle: Jens Büttner/dpaVor rund 400 Gästen fordert Mecklenburg-Vorpommerns AfD-Kandidat Leif-Erik Holm eine neue Polizeieinheit zur Rückführung illegaler Migranten. Draußen treffen AfD-Unterstützer und Gegendemonstranten aufeinander.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenBei einer Wahlveranstaltung in Grimmen hat die AfD Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Personenkult und Lüge vorgeworfen. Es brauche einen Neuanfang, sagte AfD-Fraktionschef Enrico Schult. „Wir sind gekommen, um zu regieren“, sagte er.Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Leif-Erik Holm, forderte unterdessen eine neue Spezialeinheit für die Polizei. Diese Einheit müsse sich allein der Rückführung illegaler Migranten widmen. Statt einer Erstaufnahmeeinrichtung „brauchen wir eine Ausreiseeinrichtung und diese werden wir etablieren“, sagte Holm vor rund 400 Gästen.Rund 150 Menschen beteiligten sich vor dem Kulturhaus in Grimmen an Gegendemonstrationen gegen die Veranstaltung. Es hab eine verbale Auseinandersetzung zwischen AfD-Unterstützern und etwa 150 Gegendemonstranten, die auch ein Pfeifkonzert anstimmten. Ein starkes Polizeiaufgebot trennte die Gruppen.Lesen Sie auchAn der Veranstaltung nahm auch der AfD-Bundesvorsitzende Tino Chrupalla teil. Parteichefin Alice Weidel wollte ursprünglich ebenfalls auftreten, sagte aber kurz vor Beginn der Veranstaltung ab.Am 20. September sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Einer Insa-Umfrage Mitte August zufolge führt die AfD mit 36 Prozent vor der SPD (29 Prozent) und den Linken (11 Prozent). In den Landtag würden der Umfrage zufolge auch CDU (zehn Prozent) und Grüne (fünf Prozent) einziehen.