VW-Konzernchef Oliver Blume tourte durch Deutschland, um die Mit­ar­bei­te­r:in­nen zu beruhigen. Die haben verstanden, dass es keinen Zukunftsplan gibt.

Betriebsversammlung in Wolfsburg: Für viele Mitarbeitende gab es nur Stehplätze und keine Informationen zu ihrer Zukunft

Roland Niepaul/Volkswagen/dpa

S chicksalswoche bei Volkswagen“, „Woche der Wahrheit“, „Showdown-Woche“, „Woche der Entscheidung bei VW“ – das waren einige der Schlagzeilen zu Beginn der Woche, in der VW-Konzernchef Oliver Blume seine Tour quer durch Deutschland startete. In verschiedenen Werken des großen Autobauers sollte er den Beschäftigten Rede und Antwort stehen, sie hatten sich klare Ansagen über ihre berufliche Zukunft, ihr Schicksal erhofft. Doch bisher lieferte Blume ihnen auch in dieser mit Spannung erwarteten Woche wenig Entscheidungen, kaum Klarheit.

Daraus lässt sich schlussfolgern, dass der Vorstand keinen kreativen Plan für die Zukunft der deutschen VW-Standorte hat. Oder der Plan besteht weiterhin darin, radikal Stellen zu streichen und Werke zu schließen. Was reichlich unkreativ wäre und auch den Ar­bei­te­r:in­nen nicht ins Gesicht gesagt werden soll. So oder so wär’s eine unschöne Wahrheit, und Blumes Reise war eher Show als Showdown.