Demnach hätten die Münchner Gleichstellungsstelle für Frauen sowie die Fachstelle für Demokratie angeregt, die Figuren zu überarbeiten. Eine der gezeigten Frauen trug zuvor einen kurzen Rock, eine Figur mit dunkler Haut war mit Blumenkette und ohne Oberteil und Schuhe zu sehen. Nach Angaben der Beitreiber soll sie eine »Hawaiianerin« darstellen.»Die bisherige Darstellung der Figuren am Teufelsrad spielte mit dem Hochfliegen von Röcken und dem frei werdenden Blick auf den Intimbereich«, heißt es in einer Erklärung der kritisierenden Stellen, aus der die »SZ« zitiert. Auf dem Oktoberfest kommt es immer wieder zu sogenanntem Upskirting, dem strafbaren Fotografieren oder Filmen unter den Rock. Vor allem auf dem Teufelsrad ist das Berichten zufolge ein Problem. Außerdem bediene »die Darstellung einer schwarzen Frau als einzige Figur ohne Schuhe (...) ein rassistisches Stereotyp«.
Betreiberin Elisabeth Polaczy hat den betroffenen Figuren nun eine Bluse und Radlerhosen verpasst. Der »Hawaiianerin« habe sie Schuhe aufmalen lassen, »weil es laut Gleichstellungsstelle diskriminierend wäre, sie barfuß darzustellen«. Laut dem Bericht der »tz« hatte die Stelle schon im vergangenen Jahr angeregt, das Teufelsrad »vielfältiger« zu gestalten. Bei einigen Puppen sei der Ausschnitt zu tief und der Rock zu kurz, hieß es demnach. Und: Statt vier Frauen könne doch auch ein Mann abgebildet werden.Aus der Opposition im Stadtrat kommt Kritik. Die Aktion sei »ein Prosit der Prüderie«, schreibt die CSU laut »SZ« in einer Mitteilung. Die Stadtverwaltung habe »ohne vorherige politische Abstimmung in eine jahrzehntealte historische Darstellung eingegriffen«. Laut Fraktionschef Manuel Pretzl hätten die Kritiker »jedes Maß verloren«.







