Am dritten Verhandlungstag im Fall Frank S. sagt eine rechtsmedizinische Sachverständige aus. Sie hat die Videos gesichtet, die S. von den Taten gemacht hat.

Warten auf Frank S.: Szene aus dem Gerichtssaal am ersten Prozesstag (6.8.26)

picture alliance/dpa | Soeren Stache

Am dritten Verhandlungstag im Fall Frank S. vor dem Kriminalgericht in Moabit hat eine Rechtsmedizinerin als Sachverständige die Tatvideos eingeordnet. Die Ärztin am Institut für Rechtsmedizin der Charité gab an, in den Aufnahmen Symptome bei S.' Opfern erkannt zu haben, die durch die Gabe von Schmerz-, Beruhigungs- und Betäubungsmitteln, aber auch erhöhten Alkoholkonsum zu erklären seien.

Dem 68-jährigen S. wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, 14 Frauen in seiner Wohnung betäubt und anschließend vergewaltigt zu haben. Die Taten soll er auf Video aufgenommen haben. Fünf der Frauen treten als Nebenklägerinnen auf. Die Zahl der Geschädigten soll aber weitaus höher sein: Mutmaßlich waren bis zu 59 Frauen Opfer von Frank S..