Nach Ansicht der Grünen sollen Menschen in Berlin künftig in der Spree baden können. In einem Papier zum Thema Hitzeschutz hat der Bundesvorstand der Partei festgehalten, das dort herrschende Badeverbot kippen zu wollen.»Das ist sehr realistisch, und das geht auch sehr einfach«, sagte der Grünen-Spitzenkandidat für die bevorstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus, Werner Graf. »Wir haben im Augenblick in der Spree an den meisten Tagen im Jahr eine sehr gute Wasserqualität.« Nur nach Starkregen verschlechtere sie sich manchmal deutlich. Es gehe nicht darum, das Baden an jedem Tag im Jahr zu ermöglichen, sondern an 350 oder 360 Tagen. Dafür bräuchte es tägliche Tests und eine Ampel, die die Ergebnisse anzeigt – und eine Gesetzesänderung.
Laut der Badegewässerverordnung ist es mitten in Berlin komplett verboten, in der Spree zu schwimmen. Wenn die Mischwasserkanalisation in der Hauptstadt überläuft, könnten Schmutz und Krankheitserreger in den Fluss gelangen. Falls das Verbot aufgehoben wird, müsse laut Graf auch die Schifffahrt begrenzt werden: etwa mit Vorgaben, auf welcher Flussseite Schiffe passieren dürften.








