Paris und Kopenhagen machen es vor: Baden im stadteigenen Fluss ist möglich. In Berlin gibt es regelmäßig Proteste gegen das Spree-Badeverbot.

Die Spree ist sauber und sicher, sagt der Verein Fluss Bad Berlin. Warum ist das Baden dann noch verboten?

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Am Donnerstagnachmittag geht es auf dem Schinkelplatz gegenüber des Humboldtforums rege zu: Schwimmringe werden aufgeblasen, Frottee-Handtücher ausgepackt, Badekappen zurechtgerückt. Eigentlich ist es bis zum nächsten Freibad noch ein kleines Stück. Aber die etwa 200 Menschen, die hier nach und nach eintrudeln, wollen nicht in irgendein Becken steigen – sondern in die Spree.

Das ist eigentlich seit 101 Jahren verboten. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt weist auf erhebliche hygienische Risiken hin, insbesondere nach stärkeren Niederschlägen, denn dann gelangen über die Mischkanalisation Krankheitserreger in den Spreekanal. Gegen das Spree-Badeverbot protestiert der Verein Fluss Bad Berlin regelmäßig und ruft zu Mitschwimm-Demos auf.