Den Ergebnissen eines DNA-Tests zufolge soll es sich bei dem vor Monaten vor der Ostseeküste gestrandeten und schließlich verendeten Buckelwal mit 99,91‑prozentiger Sicherheit um „Timmy“ handeln. Das berichtete die „Bild“-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf eine Analyse des renommierten Genetikers der Universität Göttingen, Professor Dr. Bertram Brenig.Weiterhin stehe mit gleicher Sicherheit fest, dass es sich bei dem Buckelwal (von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt) um ein Weibchen gehandelt habe.Dem Bericht zufolge sollte die Analyse des DNA-Tests erst am 11. September öffentlich bekannt gegeben werden. Die Auswertung des Experten Brenig liege dem Boulevardmedium allerdings bereits jetzt vor, heißt es weiter.Den jüngsten Analyseergebnissen zufolge stimmen die Ergebnisse der Probe des damals an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals zu 99,91 Prozent mit der Probe des vor der dänischen Küste bei Anholt angespülten Kadavers überein. Das bedeutet, dass „Timmy“ – entgegen den Spekulationen einiger Hardliner und Aktivisten – mit ziemlicher Sicherheit tot ist und ein Weibchen war.In seinem vierseitigen Untersuchungsbericht weist Brenig demnach allerdings darauf hin, dass er die zwei Proben nicht selbst habe untersuchen können und sich seine Analyse ausschließlich auf die Datensätze stütze. Über die Herkunft der Proben könne er keine Aussagen treffen. Allerdings sei die aus dem chinesischen Labor gelieferte Datengrundlage von guter Qualität. Tönnies’ vorgestellte DNA-Analyse sorgte für Spekulationen Schon vor Wochen hatte eine Pressekonferenz zum Buckelwal am 22. Juni in Hamburg für Aufsehen gesorgt – und im Nachgang für allerhand Spekulationen bei „Timmy“- beziehungsweise „Hope“-Fans. Bei dem Termin stellte die Tierärztin der privaten Rettungsinitiative, Dr. Kirsten Tönnies, die Ergebnisse einer DNA‑Analyse vor – allerdings warf die Präsentation bei anwesenden Pressevertretern und Interessierten mehr Fragen auf, als sie beantwortete.Tönnies berichtete damals, dass sie die Analyse von zwei DNA-Proben bei einem Labor in China in Auftrag gegeben habe, weil sich kein deutsches Labor mit dieser „hochbrisanten“ Angelegenheit befassen wollte. Die erste der beiden analysierten Proben sei demnach am 1. Mai entnommen worden, als der noch lebende Wal mithilfe eines Lastkahns zum Eingang der Nordsee transportiert worden sei.Die zweite Probe habe man Tönnies zufolge am 18. Mai von einem Wal-Kadaver entnommen, welcher nur wenige Tage nach der Freilassung von „Timmy“ vor der dänischen Insel Anholt angespült wurde. Der Kleintierärztin zufolge habe eine Person der Wal-Initiative ein Gewebestück entnommen und anschließend nach Deutschland gebracht und selbst versandt. In welchem Zustand und wie brauchbar die beiden Proben waren, konnte auf der Pressekonferenz nicht beantwortet werden. Tierärztin Kirsten Tönnies bei der Pressekonferenz in Hamburg zum in der Ostsee gestrandeten Buckelwal Timmy. © dpa/Marcus Brandt Tönnies habe die Laboranalyse aus China zwecks Auswertung schließlich einer Gruppe von Personen überlassen, die sich ihren Angaben zufolge besser mit der Materie auskenne. Diese Gruppe habe ihr anschließend ihre Einschätzung übermittelt. Allerdings betonte Tönnies bei dem Presstermin im Juni immer wieder, dass sie die Auswertung nicht gänzlich verstehe. So sei es etwa möglich, dass die DNA-Proben von „unterschiedlichen Tierarten“ stammten, sagte die Tierärztin damals. „Ich kann nicht ausschließen, dass Timmy noch lebt, finde das aber total unlogisch“, resümierte sie schließlich.Diese Aussage wiederum hatte bei Wal-Fans schließlich Gerüchte befeuert, dass „Timmy“ (oder „Hope“) tatsächlich noch leben könnte. Demnach hätten die beiden Proben von unterschiedlichen Tieren stammen können – entsprechend könnte der im Lastkahn transportierte und schließlich freigelassene Buckelwal immer noch leben, wurde gemutmaßt. Der jüngsten Analyse folgend sollen die beiden Proben allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Tier stammen – was den Spekulationen widerspricht.
DNA-Daten erneut analysiert: Toter Buckelwal soll mit 99,91-prozentiger Wahrscheinlichkeit „Timmy“ sein
Bereits im Juni hatte Tierärztin Kirsten Tönnies erstmals DNA-Ergebnisse von Buckelwal „Timmy“ vorgestellt, die jedoch für viele Spekulationen sorgten. Nun analysierte ein Genetiker die Daten erneut.







