Eine vierköpfige deutsche Familie ist im Katastrophengebiet in Nepal gerettet worden. Sie sei zusammen mit anderen Geretteten per Hubschrauber zu einem Armeecamp in Battar Bazar gebracht worden, sagte ein Armeesprecher der Deutschen Presse-Agentur.Vier weitere im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet vermisste Deutsche gehörten zu einer Gruppe von ausländischen Pilgern. Sie waren auf dem Rückweg von einer Pilgerreise zum heiligen Berg Kailash und zum Manasarovar-See in Tibet, als der Kontakt zu ihnen abriss, wie die nepalesische Reiseagentur Trekkers’ Society mitteilte. Von den insgesamt 77 Reisenden und den 15 nepalesischen Begleitern der Gruppe fehlt seit der verheerenden Sturzflut am Mittwoch jede Spur.Geologie:Wie kam es zur verheerenden Sturzflut in Nepal?Ein Fels- und Eissturz soll die Katastrophe ausgelöst haben. Wie konnte die Flut eine solche Kraft entwickeln – und warum gab es keine Warnungen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.Die Bundesregierung geht von einer niedrigen, zweistelligen Zahl deutscher Vermisster aus. Die Auslandsvertretungen seien im ständigen Kontakt mit den Angehörigen. „Wir bemühen uns unter Hochdruck um ein Aufklären des Sachverhalts“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin. Die Lage sei weiterhin sehr unübersichtlich. Die Bundesregierung sprach allen Opfern, Angehörigen und Betroffenen ihr tiefes Mitgefühl aus und sagte ihre Unterstützung zu.Es gebe verschiedene Mechanismen, wie Hilfsgelder, darunter auch deutsche Mittel, von Nepal abgerufen werden könnten. Es seien über das Internationale Rote Kreuz bereits 1,2 Millionen US-Dollar an das nepalesische Rote Kreuz geflossen. Weitere zwei Millionen US-Dollar stünden über den zentralen UN-Nothilfefonds bereit. Hier sei Deutschland einer der größten Geber.