Kathmandu/Peking (dpa) - Eine vierköpfige deutsche Familie ist im Katastrophengebiet in Nepal gerettet worden. Sie sei zusammen mit anderen Geretteten per Hubschrauber zu einem Armeecamp in Battar Bazar gebracht worden, sagte ein Armeesprecher der Deutschen Presse-Agentur.Am Mittag sprach die Bundesregierung von einer „niedrigen zweistelligen Zahl deutscher Staatsangehöriger“, die derzeit vermisst würden. „Darüber hinaus möchte ich aber um Verständnis bitten, dass wir keine Angaben zu einzelnen Personen machen können“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Das Ministerium bemühe sich unter Hochdruck um Aufklärung. Zuvor hatte die nepalesische Tourismusbehörde von acht vermissten deutschen Staatsangehörigen gesprochen. Vier vermisste Deutsche gehörten zu einer Gruppe von ausländischen Pilgern - sie waren auf dem Rückweg von einer Pilgerreise zum heiligen Berg Kailash und zum Manasarovar-See in Tibet, als der Kontakt zu ihnen abriss, wie die nepalesische Reiseagentur Trekkers' Society mitteilte.„Lage in der Region noch sehr unübersichtlich“„Wir haben alle diese schrecklichen Bilder gesehen. Insofern, das gesamte Ausmaß dieser Sturzfluten ist noch sehr schwer abzuschätzen. Auch die Lage in der betroffenen Region ist noch sehr, sehr unübersichtlich“, sagte der Sprecher der Auswärtigen Amtes. Deutschland sei über internationale Fonds an möglichen Hilfen beteiligt. Er sagte: „Wir stehen auch bereit, mit weiteren Mitteln die internationale Katastrophenhilfe zu unterstützen. Bislang allerdings, das ist Stand jetzt, haben die nepalesischen Behörden mitgeteilt, dass sie derzeit keine weitere internationale Unterstützung benötigen.“Noch immer mehr als 1.400 VermissteDie Zahl der Toten in Nepal stieg unterdessen auf mehr als 500. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden nach der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge neben den 538 Toten weiterhin 977 Menschen vermisst, darunter 517 Ausländer.China hatte bislang 5 Tote und 558 Vermisste gemeldet. Damit liegt die Gesamtzahl der Toten, die durch die Sturzflut am Mittwoch an der Grenze zwischen China und Nepal ums Leben kamen bei 543. Nepals Katastrophenschutz gab außerdem an, dass 3.742 Menschen bislang gerettet wurden, darunter 25 Ausländer. Noch immer werden damit mehr als 1.400 Menschen vermisst, darunter auch zahlreiche ausländische Touristen, die in Nepal unterwegs waren.Warnung vor neuer Flut erschwert ArbeitenZuletzt hatte außerdem die Sorge vor einer erneuten Sturzflut die Bergungsarbeiten auf chinesischer Seite in Tibet und in Nepal erschwert. An einer Flussmündung oberhalb des chinesisch-nepalesischen Grenzpostens Gyirong hatte sich ein See angestaut, der sich nach der Sturzflut am Mittwoch gebildet hatte. Weil das Gewässer bereits mehr als zwei Millionen Kubikmeter Wasser angestaut hatte - mehr als 800 olympische Schwimmbecken voll - drohte ein Bruch. Rettungskräfte in China und Nepal unterbrachen deshalb zeitweise ihre Such- und Bergungsarbeiten. Nach einer Warnung der Polizei in Nepal war zudem Panik in der Bevölkerung ausgebrochen.© dpa-infocom, dpa:260828-930-593919/10
Nepal: Vierköpfige deutsche Familie gerettet - über 500 Tote
Kathmandu/Peking (dpa) - Eine vierköpfige deutsche Familie ist im Katastrophengebiet in Nepal gerettet worden. Sie sei zusammen mit anderen Geretteten per Hubschrauber zu einem Armeecamp in Battar Bazar gebracht worden, sagte ein Armeesprecher der Deutschen Presse-Agentur.Am Mittag sprach die Bundesregierung von einer „niedrigen zweistelligen Zahl deutscher Staatsangehöriger“, die derzeit vermisst würden. „Darüber hinaus möchte ich aber um Verständnis bitten, dass wir keine Angaben zu einzelnen Personen machen können“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Das Ministerium bemühe sich unter Hochdruck um Aufklärung. Zuvor hatte die nepalesische Tourismusbehörde von acht vermissten deutschen Staatsangehörigen gesprochen. Vier vermisste Deutsche gehörten zu einer Gruppe von ausländischen Pilgern - sie waren auf dem Rückweg von einer Pilgerreise zum heiligen Berg Kailash und zum Manasarovar-See in Tibet, als der Kontakt zu ihnen abriss, wie die nepalesische Reiseagentur Trekkers' Society mitteilte.„Lage in der Region noch sehr unübersichtlich“„Wir haben alle diese schrecklichen Bilder gesehen. Insofern, das gesamte Ausmaß dieser Sturzfluten ist noch sehr schwer abzuschätzen. Auch die Lage in der betroffenen Region ist noch sehr, sehr unübersichtlich“, sagte der Sprecher der Auswärtigen Amtes. Deutschland sei über internationale Fonds an möglichen Hilfen beteiligt. Er sagte: „Wir stehen auch bereit, mit weiteren Mitteln die internationale Katastrophenhilfe zu unterstützen. Bislang allerdings, das ist Stand jetzt, haben die nepalesischen Behörden mitgeteilt, dass sie derzeit keine weitere internationale Unterstützung benötigen.“Noch immer mehr als 1.400 VermissteDie Zahl der Toten in Nepal stieg unterdessen auf mehr als 500. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden nach der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge neben den 538 Toten weiterhin 977 Menschen vermisst, darunter 517 Ausländer.China hatte bislang 5 Tote und 558 Vermisste gemeldet. Damit liegt die Gesamtzahl der Toten, die durch die Sturzflut am Mittwoch an der Grenze zwischen China und Nepal ums Leben kamen bei 543. Nepals Katastrophenschutz gab außerdem an, dass 3.742 Menschen bislang gerettet wurden, darunter 25 Ausländer. Noch immer werden damit mehr als 1.400 Menschen vermisst, darunter auch zahlreiche ausländische Touristen, die in Nepal unterwegs waren.Warnung vor neuer Flut erschwert ArbeitenZuletzt hatte außerdem die Sorge vor einer erneuten Sturzflut die Bergungsarbeiten auf chinesischer Seite in Tibet und in Nepal erschwert. An einer Flussmündung oberhalb des chinesisch-nepalesischen Grenzpostens Gyirong hatte sich ein See angestaut, der sich nach der Sturzflut am Mittwoch gebildet hatte. Weil das Gewässer bereits mehr als zwei Millionen Kubikmeter Wasser angestaut hatte - mehr als 800 olympische Schwimmbecken voll - drohte ein Bruch. Rettungskräfte in China und Nepal unterbrachen deshalb zeitweise ihre Such- und Bergungsarbeiten. Nach einer Warnung der Polizei in Nepal war zudem Panik in der Bevölkerung ausgebrochen.© dpa-infocom, dpa:260828-930-593919/10











