Auf den Galápagosinseln gibt es zwei Morphotypen der Grünen Meeresschildkröte: den aus dem zentralöstlichen Pazifik stammenden »schwarzen Morphotyp« und den vermutlich aus dem westlichen Indopazifik stammenden »gelben Morphotyp«. Wie sich die Tiere des gelben Morphotyps verhalten, dazu war den Forschenden zufolge kaum etwas bekannt.Die Gruppe wollte deshalb besser verstehen, wo die Schildkröten leben und wie sie sich bewegen. 2015 haben sie dafür sieben erwachsene Männchen und zwei Weibchen gefangen und sie mit Sendern ausgestattet, die Informationen an Satelliten schicken. Das Team hat die Schildkröten damit bis zu 418 Tage verfolgt. Solange, bis die Sender sich gelöst hatten oder keine Daten mehr übermittelten.

Die Schildkröten hielten sich den Forschenden zufolge vorzugsweise in flachen Küstengewässern auf, nur gelegentlich schwammen sie bis zu 25 Kilometer ins offene Wasser hinaus. Fünf der neun untersuchten Tiere blieben während des Untersuchungszeitraums überwiegend in der Nähe einer einzigen Insel. Zwischen verschiedenen Inseln bewegten die Schildkröten sich vor allem in vergleichsweise kühlen Monaten.Allerdings betonen die Forschenden, dass das Ergebnis auch eine Momentaufnahme sein könnte, schließlich war der Untersuchungszeitraum begrenzt. Außerdem verhielten sich die einzelnen Schildkröten unterschiedlich.