Das Konsortium aus dem Zahlungsdienstleister Stripe und der Investmentgesellschaft Advent hat seine Pläne, PayPal zu übernehmen, offenbar aufgegeben. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Insider . Zuvor hatten die Unternehmen laut Bloomberg mehr als 50 Milliarden Dollar für PayPal geboten, womit die Transaktion eine der größten fremdfinanzierten Übernahmen aller Zeiten hätte werden können.Die Anleger nahmen die Nachricht nicht gut auf. Die Aktie von PayPal, die nach ersten Berichten über das Kaufangebot kräftig angezogen hatte, notierte am Freitag vorbörslich mehr als 14 Prozent im Minus. Seit ihrem Rekordhoch im Januar 2025 hat das Papier mehr als 50 Prozent seines Wertes eingebüßt.Anfang des Jahres setzte der Aufsichtsrat von PayPal den langjährigen CEO Alex Chriss (49) ab und ersetzte ihn durch Enrique Lores (60), der dem Unternehmen einen radikalen Sparkurs verordnet hat. Lores kündigte an, konkrete Finanzziele für PayPal festzulegen, die Berichterstattung des Zahlungsdienstleisters zu ändern und jedem Geschäftsbereich ein eigenes Umsatzziel zuzuweisen. Dadurch sollen Anleger die Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Bereiche besser einschätzen können.

Stripe wollte sich mit PayPal wohl eine starke Verbrauchermarke einverleiben. Der irisch-amerikanische Zahlungsdienstleister steckt zwar hinter Milliarden Geldüberweisungen weltweit, ist aber deutlich weniger bekannt als der Konkurrent aus dem Silicon Valley.