Der Zahlungsabwickler Stripe und das Private-Equity-Unternehmen Advent haben PayPal ein Übernahmeangebot vorgelegt, das den Zahlungsdienstleister auf 53 Milliarden US-Dollar bewertet. Zusammen wollen sie 60,50 US-Dollar pro PayPal-Aktie bezahlen, 28 Prozent mehr als die Anteile zum Handelsschluss am Dienstag wert waren. Das berichtet Reuters unter Berufung auf zwei eingeweihte Personen. Das Übernahmeangebot wurde demnach Anfang Juli übermittelt, PayPal habe darauf nicht reagiert. Dass Stripe Interesse an einer PayPal-Übernahme hat, war bereits im Frühjahr bekannt geworden. Danach war es um die Angelegenheit aber ruhig geworden. Sollte der Plan umgesetzt werden, würden beide Firmen einen Anteil an einem weiter bestehenden PayPal halten.
Bislang keine Kehrtwende an der Börse
Die Übernahmepläne folgen auf eine dramatische Talfahrt des Aktienkurses von PayPal in den vergangenen Monaten. War ein Anteil vor fünf Jahren noch rund 300 US-Dollar wert, waren es in diesem Jahr nur noch etwa 41 US-Dollar. Der Marktwert des Zahlungsdienstleisters ist deshalb von rund 360 Milliarden US-Dollar auf rund 40 Milliarden US-Dollar abgestürzt. Dafür wurden unter anderem verlorene Marktanteile an Apple Pay und Google Pay verantwortlich gemacht. Ferner hieß es, dass es dem Unternehmen nicht gelungen ist, die eigene Technik zu modernisieren und mit den Rivalen mitzuhalten. Angesichts seiner globalen Bedeutung galt der Zahlungsdienstleister aber auch seit Monaten als deutlich unterbewertet.











