Der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist ein gefragter Mann; es ist unwahrscheinlich, dass er sich stundenlang in ein Flugzeug setzt, um irgendwo einzukaufen oder eine Ausstellung zu besuchen. Als seine Maschine jüngst in Russland aufsetzte, waren sich Beobachter also einig: Die US-Regierung hat Moskau etwas mitzuteilen. Inzwischen sind Details durchgesickert, wonach Ratcliffe seine russischen Kollegen davor gewarnt hat, Länder des Baltikums und damit Nato-Territorium anzugreifen. Offensichtlich befürchtet die CIA, Russlands Präsident Wladimir Putin könnte sich ins nächste, kriegerische Abenteuer stürzen.Wie unser Nato-Korrespondent Hubert Wetzel schreibt, ist eine russische Bodeninvasion im Baltikum zwar unwahrscheinlich, Operationen im europäischen Luftraum hingegen möglich. Folglich sei es gut, „dass einer der höchsten US-Vertreter nach Moskau fährt, um dort die Warnung zu deponieren, dass aus der kalten Front keine heiße werden sollte“.Schockierende Bilder kommen derweil aus Nepal, wo eine massive Sturzflut aus dem Himalaya-Gebirge Hunderte Opfer gefordert hat. „Die Katastrophe erinnert die Menschen in Nepal daran, wie verwundbar ihre schroffe Heimat ist, in der es meistens bergauf oder bergab geht, aber selten durch milde Ebenen“, schreibt der Asien-Korrespondent der SZ, Thomas Hahn. „Die Sturzflut kam am Mittwoch gegen neun Uhr ohne Warnung.“ Wie das geschehen konnte, erklären wir in diesem Beitrag.Wer die 1990er-Jahre erlebt hat, erinnert sich leider an Ratko Mladić, der als „Schlächter vom Balkan“ in die Geschichte einging. Im Jahr 1995 ordnete er an, mehr als 7000 muslimische Männer und Jungen bei Srebrenica zu ermorden; es war der erste Völkermord in Europa seit der Shoah. Immerhin wurde Mladić später vor einem Strafgericht in Den Haag der Prozess gemacht, und er wurde dort zu lebenslanger Haft verurteilt. Diese Haft ist nunmehr zu Ende: Mladić ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Hier der Nachruf meines Kollegen Tobias Zick.Was heute wichtig istChina: Regen in Katastrophengebiet im Himalaya erwartet. Nach der massiven Sturzflut steigt die Zahl der Toten in der Gebirgsregion zwischen China und Nepal. Die Suche nach Überlebenden läuft auf Hochtouren. Doch das Wetter könnte die Rettungsarbeiten erschweren. Zum ArtikelMerz liefert sich TV-Schlagabtausch mit Kinderärztin: „Das geht zu weit“. Eine Ärztin aus Niedersachsen wirft dem Kanzler in einer RTL-Runde vor, den Amtseid zu brechen und menschenverachtende Gesetze zu erlassen. Merz sieht darin eine „persönliche Herabsetzung“. Zum ArtikelTrump verfügt Umbenennung von Lake Ontario in „Lake America“. Den Golf von Mexiko im Süden taufte der US-Präsident schon in „Golf von Amerika“ um. Nun will er im Norden einen weiteren Namenswechsel durchdrücken und hat ein entsprechendes Dekret erlassen. Sein kanadischer Amtskollege hält dagegen. Zum Liveblog zur US-PolitikMEINUNG Kanadas harter Kurs gegen Trump ist kein Vorbild für die EUUefa bereitet Strafanzeige gegen Fifa-Präsident Infantino vor. Der Machtkampf im Weltfußball eskaliert: Die Uefa will in der Schweiz ein Verfahren gegen Fifa-Boss Infantino anstrengen – und schickt deswegen ein Schreiben an ein US-Gericht, um Beweise rund um den geplatzten Investorendeal sicherzustellen. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenBericht: Russischsprachige Hacker nutzen KI-Assistenten für Angriffe - deutsche Firma betroffenDiebe stehlen Diamantcollier aus Wiener MuseumChampions-League-Auslosung: Die Bayern treffen auf Arsenal – und träumen vom Finale in MadridDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDigitalwende: Welche Regeln für KI im Wahlkampf gelten. KI-Bilder im Wahlkampf müssen unter Umständen gleich doppelt gekennzeichnet werden: als politische Werbung und als künstlich erzeugter Inhalt. Besonders bei realistischen Deepfakes gelten strenge Regeln, Verstöße können Parteien teuer zu stehen kommen. Auch wichtig: Die Schwarz-Gruppe will bis 2033 rund 5,6 Milliarden Euro in ein neues Rechenzentrum bei Rostock investieren. Zum BriefingGeoökonomie: Russlands Milliarden für die Ukraine: Ein neuer Anlauf. Vier EU-Staaten drängen darauf, die eingefrorene russischen Vermögen nun doch für die Ukraine zu mobilisieren. Denn Kiew braucht rasch Geld – der EU-Kredit über 90 Milliarden deckt nicht jede Lücke. Um Belgiens Blockadehaltung aufzubrechen, müssten alle EU-Mitglieder gemeinsam Verantwortung übernehmen. Bisher waren sie dazu nicht bereit. Zum Briefing
News am Morgen - Nachrichten vom 28. August 2026
Der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA John Ratcliffe, war für Gespräche in Moskau. Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya steigen die Todeszahlen und es soll regnen. US-Präsident Donald Trump will die Umbenennung von Lake Ontario in „Lake America“ per Dekret durchdrücken - Kanada macht nicht mit.










