Anthropic will nicht, dass das US-Militär seine KI-Modelle ungezügelt nutzen kann – und steht deshalb auf der schwarzen Liste des Pentagon. Nun ging eine Richterin mit klaren Worten dazwischen.
28.08.2026, 04.19 Uhr
Blick auf das Pentagon-Gebäude in Arlington, US-Bundesstaat Virginia
Ein US-Gericht hat den Ausschluss des KI-Unternehmens Anthropic von Militäraufträgen durch das US-Verteidigungsministerium gestoppt. Richterin Rita Lin bezeichnete die Einstufung der Entwicklerfirma des Chatbots Claude als nationales Sicherheitsrisiko in ihrer Entscheidung vom Donnerstag (Ortszeit) als illegal und haltlos.
»Der bloße Verweis auf die nationale Sicherheit ist kein Freifahrtschein, um Regierungskritiker zu bestrafen und Vergeltung an ihnen zu üben«, schrieb sie. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (der sich als »Kriegsminister« bezeichnen lässt) hatte Anthropic zuvor als Risiko für die Lieferkette eingestuft. Das Ministerium reagierte damit auf die Weigerung des Unternehmens, sein KI-Modell für US-Überwachungszwecke oder autonome Waffen zur Verfügung zu stellen. Ein solcher Schritt gilt als äußerst ungewöhnlich, wenn es um US-Unternehmen geht.






