Er mimte gerne Schurken, aber mit Stil und elegantem Spott. Sein Mitwirken im Glammusical „Rocky Horror Picture Show“ machte ihn weltberühmt. Nun ist Tim Curry gestorben.

Mad Scientist oder Nutty Professor? Jedenfalls hatte Tim Curry als Dr. Frank-N-Furter reichlich Glam

Century Fox Archive Mary Evans/imago

Rote Lippen, glänzend und sinnlich, sind es, die sich vors innere Auge schieben, wann immer der Name Tim Curry fällt. Dabei sind es gar nicht die Lippen des Schauspielers und Musikers, die Filmplakat und Vorspann des Kultfilms „Rocky Horror Picture Show“ prominent zieren, sondern die seiner Nebendarstellerin Patricia Quinn alias Magenta. Aber das macht nichts.

Tim Curry als Alien-Transvestit und Wissenschaftler Dr. Frank-N-Furter ist eh größer als die Filmrolle oder der Schauspieler geworden, eine queere Ikone der Gegenkultur, allumfassendes Symbol des 1975 veröffentlichten Glamrockmusicals um ein verirrtes Spießerpaar und allerlei fleischliche Gelüste.