Der britische Schauspieler Tim Curry ist tot. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Berühmt wurde er 1973, lange bevor die Rechte von Trans-Menschen und das Spiel mit sexuellen Identitäten die Titelseiten füllte, in dem Musical „The Rocky Horror Show“, in dem er einen Song sang, den bald alle mitgrölen konnten: „I‘m just a sweet transvestite, from transsexual Transylvania“ wurde ein Glamrock-Kulthit, genau so wie die Verfilmung des Musicals zwei Jahre später unter dem Titel „Rocky Horror Picture Show“, die Tim Curry in der Rolle des exzentrischen Wissenschaftlers Dr. Frank N. Furter endgültig weltbekannt machte.Curry wurde am 19. April 1946 in der englischen Grafschaft Cheshire geboren. Er studierte Drama und Anglistik und feierte 1968 mit dem Musical „Hair“ einen ersten Erfolg. Dort lernte er Richard O’Brien kennen, den späteren Schöpfer der „Rocky Horror Show“. Am Londoner Royal Court Theatre übernahm Curry erstmals die Rolle des Dr. Frank N. Furter. Doch auch seine Rolle in der der TV-Verfilmung von Stephen Kings „Es“ aus dem Jahr 1990, wo Curry den dämonischen Clown Pennywise darstellt, brachte ihm Anerkennung ein. 2004 war er in der Krimiserie „Monk“ zu sehen, am Broadway spielte er ab 2005 König Artus im Monty-Python-Musical „Spamalot“ und übernahm die Rolle später auch im Londoner West End.Curry wurde 80 Jahre altDer vielseitige Curry arbeitete daneben auch als Sänger und Synchronsprecher. Er veröffentlichte mehrere Alben und gab zahlreichen Figuren in Animationsfilmen, Hörbüchern und Videospielen eine markante Stimme. Unter anderem war er in „Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3“, „Dragon Age: Origins“ und „Brütal Legend“ zu hören. In der Animationsserie „Star Wars: The Clone Wars“ sprach er zudem den späteren Imperator Palpatine. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2012 war Curry auf einen Rollstuhl angewiesen, trat aber dennoch weiterhin auf. Er wurde 80 Jahre alt.