Transvestit, Bösewicht und Synchronsprecher: Mit seiner besonderen Stimme und Aura besetzte Tim Curry zahlreiche Rollen in Hollywood.26.08.2026, 18.27 Uhr3 LeseminutenDer Schauspieler Tim Curry ist 80-jährig gestorben. Bild: Los Angeles, 1997.Getty(Reuters)/cov. Seinen Durchbruch erlebte er in Dessous gekleidet und als Transvestit: Tim Curry erreichte mit «The Rocky Horror Picture Show» 1975 Kultstatus. Nun ist er 80-jährig gestorben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend, darunter auch die «New York Times» unter Berufung auf Marcia Hurwitz, der langjährigen Managerin des britischen Schauspielers. Eine Todesursache wurde zunächst nicht genannt. Curry war bereits seit einiger Zeit gesundheitlich angeschlagen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Tim Curry spielte in zahlreichen Filmen mit, oft als übertriebener Bösewicht, wurde dreimal für einen Tony Award für seine Broadway-Rollen nominiert und lieh vielen Zeichentrickfilmen und Fernsehserien seine Baritonstimme.Beste Leistungen auf der BühneSeine bekannteste Rolle war jedoch die des Dr. Frank N. Furter in seinem Debütfilm, der skurrilen, publikumswirksamen Horror-Komödie-Musical «The Rocky Horror Picture Show», in der auch Susan Sarandon und Barry Bostwick mitspielten.Zu seinen weiteren Filmen gehörten «Charlie’s Angels» (2000), «Die Muppets auf der Schatzinsel» (1996), «The Shadow» (1994), «Die drei Musketiere» (1993), «Kevin – Allein in New York» (1992), «Clue» (1985), «Legend» (1985) und «Annie» (1982).Tim Curry im Film «Rocky Horror Picture Show» aus dem Jahr 1975.ImagoViele seiner besten Leistungen zeigte Curry auf der Bühne. 1981 wurde er für seine Rolle als Mozart in «Amadeus» – einer Geschichte über die Beziehung des grossen Komponisten zu seinem eifersüchtigen Rivalen Salieri – für den Tony Award, die höchste Auszeichnung am Broadway, nominiert. Curry wurde ausserdem 1993 für «My Favorite Year» und 2005 für seine Rolle als König Artus in dem skurrilen Stück «Monty Python’s Spamalot» abermals für einen Tony nominiert.Mit seinem finsteren Grinsen und seinem bedrohlichen Lachen wurde Curry in Hollywood-Filmen häufig als Bösewicht besetzt – manchmal mit komischen Untertönen, was ihm die Möglichkeit gab, genau die Art von übertriebenen Darbietungen zu liefern, für die er berühmt war. «Ich liebe diese Rollen – sie sind immer am besten geschrieben», sagte Curry einst dazu.Curry wurde am 19. April 1946 in dem englischen Dorf Grappenhall in Cheshire geboren. Sein Vater, ein Seelsorger der Royal Navy, starb, als er 12 Jahre alt war. Seine Mutter war Schulsekretärin. Curry studierte Theaterwissenschaft an der Universität Birmingham.1973 erhielt er die Rolle des Dr. Frank N. Furter in der ursprünglichen Londoner Bühnenversion von «The Rocky Horror Show». Er spielte das Stück in New York und Los Angeles, bevor es unter dem neuen Titel «The Rocky Horror Picture Show» verfilmt wurde.Rückzug nach SchlaganfallCurry zog sich 2011 aus gesundheitlichen Gründen aus einer britischen Bühnenproduktion zurück. Im Jahr 2013 teilte sein Agent mit, dass er einen Schlaganfall erlitten habe, sich aber «bei bester Laune» erhole. Von da an war er auf einen Rollstuhl angewiesen und reduzierte sein Arbeitspensum. Im Jahr 2024 kehrte er jedoch auf die Leinwand zurück und spielte in dem Horrorfilm «Stream» mit.Curry, der in Los Angeles lebte, war nie verheiratet und hatte keine Kinder. Als Komponist und Sänger trat Curry auch mit seiner eigenen Rockband auf und veröffentlichte eine Handvoll Alben.
Der Schauspieler Tim Curry, bekannt aus "Rocky Horror Picture Show", ist 80-jährig gestorben
Transvestit, Bösewicht und Synchronsprecher: Mit seiner besonderen Stimme und Aura besetzte Tim Curry zahlreiche Rollen in Hollywood.











