In Dummerstorf bei Rostock soll ein großes Rechenzentrum für den weltweiten Datenverkehr gebaut werden. Das hat der Investor, die Schwarz-Gruppe aus Baden-Württemberg, nun offiziell bestätigt.

Die Gemeinde Dummerstorf (Landkreis Rostock) wird Standort für ein Großrechenzentrum. Die Schwarz-Gruppe, die für ihre Handelsketten Lidl und Kaufland bekannt ist, will dafür mindestens 5,6 Milliarden investieren. Das haben das Unternehmen und die Landesregierung am Donnerstag in Schwerin nun offiziell bekannt gegeben. Die Pläne sehen vor, bis 2033 ein Datacenter mit einer Kapazität von 240 Megawatt aufzubauen. "Wir wollen, dass digitale Souveränität, digitale Wertschöpfung wieder in Deutschland und Europa stattfindet", sagte der Chef der Schwarz-Gruppe, Gerd Chrzanowski. In Brandenburg baut Schwarz bereits ein ähnlich großes Rechenzentrum. Die Investitionskosten belaufen sich dort auf elf Milliarden Euro.

Bei Rostock soll mit dem Bau eines Rechenzentrums eines der größten Wirtschaftsprojekte des Landes entstehen.

Zum Standort Dummerstorf betonte Chrzanowski, dass auch dort ein zweistelliger Milliardenbetrag als Investition im Raum stehe. "Der Standort zeichnet sich dadurch aus, dass wir hier die Kapazität haben, ein sehr, sehr großes Rechenzentrum zu bauen", sagte er. Bis 2045 könne es in einer zweiten Ausbaustufe auf eine Anschlussleistung von bis zu einem Gigawatt vergrößert werden.