Irans Währung Rial erreicht einen neuen Tiefstand und nun geht auch noch der Treibstoff aus. Kann die Islamische Republik die US-Blockade durchhalten?
Werden mit jedem Tag länger: die Schlangen an den Tankstellen in Teheran
Vahid Salemi/AP/dpa
Es ist paradox: In Iran werden ständig neue Erdgasreserven gefunden, Erdöl fördert es sowieso. Dennoch geht dem Land gerade der Treibstoff aus. Viele Tankstellen haben Benzin und Erdgas, mit denen in Iran die meisten Fahrzeuge angetrieben werden, rationiert. Privatkunden bekommen dann beispielsweise nur noch 20 Liter Benzin pro Fahrzeug am Tag. Laut Augenzeugenberichten mussten mehrere Tankstellen in der Hauptstadt Teheran diese Woche komplett schließen.
„Die Schlangen an den Tankstellen werden mit jedem Tag länger“, schreibt eine Iranerin aus der Stadt Isfahan der taz über einen verschlüsselten Chat. Videos, etwa aus Teheran oder Mashhad, zeigen Dutzende wartende Autos. Viele Menschen würden geplante Reisen absagen – wegen Treibstoffmangels: „Ich würde ja gerne kommen, wenn ich genug Benzin für die Fahrt hätte“, sagt sie.










