„Was zwei Weltkriege und die deutsche Teilung nicht vermochten, hätte diese Führungsriege dann geschafft. Der Platz in den Geschichtsbüchern wäre ihr sicher“, sagt die Vorsitzende der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Susanne Schaper, in Richtung des VW-Vorstandes. Hintergrund sind die Sparpläne des Autobauers und die damit verbundene Diskussion über mögliche Werksschließungen.
Vorstandschef Oliver Blume stellte sich am Mittwoch den Beschäftigten – auf Drängen des Betriebsrates. Auch das kritisierte Schaper scharf mit den Worten „Die katastrophale Krisenkommunikation auch in Richtung der eigenen Leute hat nichts als Wut und Angst produziert. Das ist eine Schande, zumal die Beschäftigten längst ihren Teil zur Kostensenkung beitragen“.
In der Tat ist es 2025 gelungen, die Sparziele umzusetzen und die Montagekosten von 4000 auf 3500 Euro pro Einheit zu reduzieren. Am Ende seiner Transformation möchte der Autobauer bei 3000 Euro landen. Für die Linkspolitikerin ist klar, dass hier nicht mehr nur die Belegschaft gefordert ist, sondern vielmehr der Vorstand. Das Management müsse seinen Job machen und die vielen Millionen an Gehalt und Boni mit einer Strategie rechtfertigen. Im Kern stehe die Frage, mit welchem Modell man mit massentauglichen Preisen an die Erfolge aus dem Golf-Zeitalter anknüpfen wolle.
















