Die Linkenfraktionschefin schließt eine Unterstützung ihrer Partei aus, falls die CDU am Ende Positionen der AfD übernimmt. Als mögliches Vorbild nennt sie den Umgang der CDU mit der Linken in Sachsen.

27.08.2026, 11.41 Uhr

Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek: »Werden mit niemandem zusammenarbeiten, der am Ende AfD-Politik umsetzen will«

Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek stellt der CDU in Sachsen-Anhalt Bedingungen für eine mögliche Zusammenarbeit im Fall einer Minderheitsregierung. »Wir werden mit niemandem zusammenarbeiten, der am Ende AfD-Politik umsetzen will«, sagte Reichinnek der »Augsburger Allgemeinen« . Die Linke wolle »Verbesserungen für die Menschen« erreichen. Ihre Forderungen müssten sich daher »klar im Haushalt niederschlagen, denn dort wird es für den Alltag der Menschen konkret«, sagte die Linkenpolitikerin, die ursprünglich aus Sachsen-Anhalt stammt.

Vorbild SachsenReichinnek verwies auf Sachsen, wo die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in einem Konsultationsmechanismus mit allen im Landtag vertretenen Parteien außer der AfD zusammenarbeitet. Reichinnek kritisierte den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU für eine Kooperation mit der Linken, obwohl die Partei in Sachsen und Thüringen faktisch zusammenarbeite. »Dass die Union ihre Brandmauer zur Linken weiter hochzieht, während sie die zur AfD Stück für Stück zertrümmert, sagt ja auch eine Menge über diese Partei aus«, kritisierte sie.