Warum wählt der Osten rechts? Transformation. Treuhand. Migration. DDR-Sozialisation. Fehlende Eliten. Russland. Vermögen. Wut. Alles viel zu kompliziert. Die Wahrheit hängt an ostdeutschen Ampeln. Der Grünpfeil – eine DDR-Innovation, die die Bundesrepublik übernommen hat. Das hat sie jetzt davon.
Das Prinzip ist einfach. Die Ampel zeigt Rot. Eigentlich wäre damit die politische Richtung geklärt: stehen bleiben. Der Ostdeutsche schaut kurz nach links – und biegt rechts ab.
Die Rechtsabbiegespur
1978 führte die DDR ihn ein. Nach der Wiedervereinigung sollte er eigentlich verschwinden. Doch dagegen regte sich Widerstand. Also wagte man ein Experiment. Was passiert, wenn man die Chance auf flüssigen Verkehr ergreift und das damit verbundene Unfallrisiko eingeht? Das Ergebnis: Man kommt früher zu Hause an und es gab auch nicht mehr Unfälle.
1994 wurde diese ostdeutsche Sonderregelung Bestandteil der gesamtdeutschen Straßenverkehrsordnung. Bis dahin musste man darauf achten, dass die eigenen Kinder nicht auf die Rechtsabbiegespur geraten. Das ist seitdem nicht mehr nötig. Man kann nun direkt aus der Mitte nach rechts abbiegen.










