Die De-facto-Streitkräfte der kurdischen Autonomieregierung in Nordostsyrien sollen in die Armee integriert werden. Was bedeutet das für die Kämpfer*innen?

Mission beendet, die SDF lösen sich auf

Orhan Qereman/Reuters

Die sogenannten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) lösen sich offiziell auf. Am Mittwoch verkündete ihr nun ehemaliger Chef Maslum Abdi, dass sich die kurdischen Kämpfer ins neue syrische Militär eingliedern. Die SDF haben ihre Mission beendet, sagte Abdi auf einer Pressekonferenz im Präsidentenpalast in Damaskus. Die Gruppe habe die Fusion mit der syrischen Armee vollzogen und sei keine eigenständige Streitkraft mehr.

Die SDF sind ein Bündnis aus verschiedenen bewaffneten Gruppen, das sich 2015 im Krieg in Syrien gebildet hat. Die Einheiten wurden angeführt von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Sie sollten das selbstverwaltete kurdische Autonomiegebiet in Nord- und Ostsyrien verteidigen. Sie wurde unter anderem dafür bekannt, dass Frauen an vorderster Front mitkämpften. Und dafür, im syrischen Bürgerkrieg mit Unterstützung der USA gegen den radikal-islamistischen sogenannten Islamischen Staat (IS) gekämpft zu haben. Die SDF erfuhren lange enge Unterstützung durch die USA.