Schon vor Jahren warnte Cathelijne Stoof vor Naturbränden in Nordwesteuropa. Es braucht eine Landschaft und Gesellschaft, die das Feuer beherrschen kann.
Die Bekämpfung des Waldbrandes im Hohen Venn ist wegen des torfhaltigen Bodens in dem Naturschutzgebiet besonders schwierig
Bruno Fahy/Belga/dpa
taz: Frau Stoof, wie wurden Sie Feuergeografin?
Cathelijne Stoof: Vor der Promotion fiel mir auf, dass es in meinem Studium nie um Feuer gegangen war. Zu den anderen Elementen gab es allerlei Kurse, aber nicht über Feuer. Während meiner Promotionsforschung zu den Effekten von Feuer auf Boden und Wasser wurde mir klar, dass wir in Nordwesteuropa zwar Feuer haben, aber sehr wenige Informationen darüber, denn kaum jemand beschäftigte sich damit. Also richtete ich meine Forschung auf dieses Thema, arbeitete viel mit Expert*innen von Feuerwehr und Forstwirtschaft zusammen, auch Gespräche mit der lokalen Bevölkerung waren sehr wichtig. In den nächsten zehn Jahren entstand daraus eine Forschungsrichtung, die sich dem Feuerregime ebenso widmet wie dem Umgang mit Feuer.








