PfadnavigationHomePanoramaKatastrophe in Himalaja-RegionVerheerende Sturzflut begräbt ganze Dörfer in Nepal – Hunderte Touristen vermisstStand: 13:33 UhrLesedauer: 3 MinutenÜberwachungsaufnahmen zeigen den Moment, als die Sturzflut ganze Straßenzüge überschwemmtQuelle: SOCIAL MEDIA via REUTERSMit zerstörerischer Wucht hat eine Geröll- und Schlammlawine in Nepal Straßen und Dörfer unter sich begraben. Das Schicksal von fast 400 Reisenden gilt als ungewiss, viele von ihnen sind Ausländer.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenEine heftige Sturzflut in Nepal hat mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Zudem würden zahlreiche Menschen, darunter 26 Polizeibeamte sowie Hunderte Reisende und Touristen, in den betroffenen Hochgebirgsgebieten nahe der Grenze zu Tibet vermisst, sagte ein Sprecher der nepalesischen Polizeibehörde.Nach Angaben der Tourismusbehörden gelten insgesamt 384 Reisende als vermisst, darunter 291 Ausländer. Zu ihnen zählen Staatsangehörige aus Indien, den USA, Großbritannien und Malaysia. Darunter sollen auch zahlreiche Pilger gewesen sein, berichtet die Zeitung „The Kathmandu Post“. Auch von acht südkoreanischen Mitarbeitern eines Wasserkraftwerks in der Region fehlt nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap jede Spur.Die Wasser- und Schlammmassen richteten große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt. Ganze Dörfer seien weggespült worden. Zudem wurden Straßen, Brücken, Wasserkraftwerke und weitere Infrastruktur beschädigt oder zerstört.Die Flut setzte den Angaben zufolge am Mittwochmorgen gegen 9.00 Uhr ein. Die Behörden warnten die Bevölkerung in mehreren Bezirken, die Ufer der Flüsse zu meiden. Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee für die Rettungsmaßnahmen an. Die Regierung bat zudem die Nachbarländer Indien und China um Unterstützung. „Wir haben sowohl Indien als auch China gebeten, uns bei den Rettungsmaßnahmen zu helfen“, sagte Regierungssprecher Sasmit Pokharel.Unklar war zunächst, was die Sturzflut ausgelöst hat. Nicht ausgeschlossen wurde zunächst, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte. Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen. Experten des International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) in Kathmandu halten inzwischen eine andere Ursache für wahrscheinlicher. Demnach dürfte eine Eis- und Gerölllawine von einem Gletscher auf nepalesischer Seite die Flut ausgelöst haben.Experten verweisen zudem auf die zunehmenden Folgen des Klimawandels: Im Himalaja erwärme sich schneller als viele andere Regionen der Erde und sei deshalb besonders anfällig für Starkregen, Überschwemmungen, Erdrutsche und das Abschmelzen von Gletschern. Lesen Sie auchForschungsergebnisse zeigen, dass extreme Wetterereignisse in der Region in den vergangenen Jahren häufiger geworden sind. Nach Untersuchungen des ICIMOD hat sich der Eisverlust in den Gletschern der Hindukusch-Himalaja-Region seit dem Jahr 2000 aufgrund steigender Temperaturen etwa verdoppelt. „In einem sich erwärmenden Himalaja sind Frühwarnsysteme die wichtigste Anpassungsmaßnahme“, sagte Sanyal.Die Region war bereits im August vergangenen Jahres von einer ähnlichen Katastrophe betroffen. Damals trat nach hohen Temperaturen in der Gebirgsregion ein Gletschersee im benachbarten Tibet über die Ufer. Neun Menschen kamen ums Leben, zudem wurde eine wichtige Brücke zwischen Nepal und China beschädigt.Reuters/AFP/kami
Nepal: Verheerende Sturzflut begräbt ganze Dörfer – Hunderte Touristen vermisst - WELT
Mit zerstörerischer Wucht hat eine Geröll- und Schlammlawine in Nepal Straßen und Dörfer unter sich begraben. Das Schicksal von fast 400 Reisenden gilt als ungewiss, viele von ihnen sind Ausländer.












