In unserem kleinen Badesee mitten in der Stadt ist das Wasser trüb. Die Sicht reicht keinen halben Meter. Es ist ein wunderschöner Ort. Ein historischer noch dazu, mit alten Bäumen und einem Sprungturm, der unter Denkmalschutz steht. Und doch war erstaunlich wenig los in den vergangenen Wochen. Viele gehen lieber in eines der Schwimmbäder ringsherum. Unser schöner, kleiner See ist ihnen suspekt. Schließlich lebt etwas darin.Fische zum Beispiel, kleine wie große, die manchmal aus dem Wasser springen und gleich wieder verschwinden. Pflanzen gibt es auch. Algen, allerlei Grünzeug, das wächst und gelegentlich von einem Boot aus gemäht wird. Dann sind da noch die Blaualgen. Ein offenbar natürlicher Feind aller Schwimmer. Schon das Wort klingt ja nicht gerade nach etwas, das man beim Baden dabeihaben möchte. Bei Hitze tauchen sie zuverlässig in den Warnmeldungen auf. Vorsicht, Blaualgen!Was sind diese Blaualgen überhaupt?Mal wurde unser See für einen Tag gesperrt. 24 Stunden später war Baden wieder erlaubt, es wurde nur noch davon abgeraten. Vor allem Kinder und Hunde wurden ausdrücklich angesprochen – auf den ersten Blick eine eigenartige Kombination.Sie erklärt sich aber recht einfach: Kinder schlucken beim Planschen eher Wasser, Hunde trinken es gleich gegen den Durst. Ein versehentlicher Schluck ist aber noch keine Vergiftung. Entscheidend ist, wie viele Giftstoffe aufgenommen werden. Manche können bei Hautkontakt Haut und Schleimhäute reizen.