Wenn der Sommer flirrt, glitzert das Wasser. Zumindest an der Oberfläche. Dídac (Jan Monter Palau), 16, unternimmt mit seiner Familie eine ausgedehnte Fahrradtour entlang der Donau. Familie, das heißt: Mama, Papa und die beiden etwas jüngeren Brüder. Eine katalanische Familie, die durch Süddeutschland radelt. Wieso eigentlich nicht? Die Deutschen machen ja auch Barcelona unsicher.Doch Dídacs Familie hat keinen All-inclusive-Urlaub gebucht. Nein, man nächtigt bodenständig: in Zelten auf Campingplätzen. Manchmal regnet es in Strömen. Manchmal liegen (auch deshalb, aber längst nicht nur) die Nerven blank. Stets ist er dabei nah: der Fluss, immerzu in Bewegung. Und jemand scheint darin und daran dubios zu leben.
Ein anderer Junge (Francesco Wenz), der Dídacs Blick fesselt. Obwohl der eigentlich noch einem andern nachtrauert, der mit ihm auf dem Dorffest getanzt und ihn vielleicht auch geküsst hat. Nichts Genaues weiß man nicht. Als Dídacs Vater, ein Architekt, das Gespräch mit seinem Sohn suchend, verständnisvoll nachhakt, druckst Dídac nur herum. Ja, er ist 16.Er beginnt, sich von den Eltern zu lösen. Doch neuen Halt hat er noch nicht gefunden. Also strauchelt, strolcht und stromert er; lässt sich mitreißen von diesem fremden Jungen, der ihn mit auf ein Boot nimmt – obwohl man sich ansonsten ausgiebig anschweigt. Zumindest an der Oberfläche. Es gibt wenige Wortwechsel zwischen den beiden etwa Gleichaltrigen. Etwa wenn der Fremde „Für dich bin ich Alexander“ sagt. Für dich? Für ihn? Und für die anderen?







