Eine großflächige Cyberattacke beeinträchtigt seit Montag zahlreiche öffentliche digitale Dienstleistungen in Norwegen. Wie das Techportal Bleeping Computer berichtet, begann der Angriff am Montagmorgen um 3:38 Uhr MESZ und richtete sich gegen die Infrastruktur der norwegischen Digitalisierungsagentur Digitaliseringsdirektoratet (Digdir). Digdir ist eine staatliche Behörde, die die Digitalisierung und das Informationsmanagement in Norwegen vorantreibt und koordiniert. Sie verwaltet die digitale Infrastruktur der norwegischen Regierung, darunter Anmeldeverfahren für öffentliche Dienste, elektronische Ausweise, den Zugang zu öffentlichen Dokumenten und den Datenaustausch zwischen Behörden.

In einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung gab Digdir bekannt, dass es nach einem Denial-of-Service-Angriff (DDoS-Angriff) zu erheblichen Problemen bei einer Reihe öffentlicher IT-Dienste gekommen sei. Demnach war es bereits die dritte derartige Attacke in jüngster Zeit, nach einem Angriff im Juni und einem weiteren am 3. August. „Dieser Angriff ist zwei- bis dreimal so groß wie der letzte, den wir hatten, aber es ist uns weitgehend gelungen, die Systeme am Laufen zu halten“, erklärte ein Pressesprecher gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB.