PfadnavigationHomePolitikDeutschlandCyberkriminalitätBerliner Senatsverwaltungen sind nach Hackerangriff immer noch offlineStand: 11:07 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung hat deutlich größere Folgen als bislang bekannt. Zwei Senatsverwaltungen sind weiter vom IT-Landesnetz der Hauptstadt getrennt. Das Beantragen von Briefwahlunterlagen war zwischenzeitlich nicht möglich.Für Zehntausende Berliner wird der Hackerangriff auf das Landesnetz zum Problem: Wohngeldzahlungen stocken, digitale Anträge sind nicht möglich und wichtige Behördendaten bleiben unerreichbar.Eine Woche, nachdem ein Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz festgestellt worden ist, sind die beiden betroffenen Behörden weiter offline. Es ist unklar, wann die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz wieder voll funktionsfähig sein werden.Die Probleme wirken sich auch auf Bereiche aus, die an die Senatsverwaltungen angeschlossen sind. So ist unter anderem die Auszahlung des Wohngelds an mehr als 50.000 berechtigte Haushalte in Berlin nicht möglich. „Für uns hat es die höchste Priorität, dafür eine Lösung zu finden“, sagte ein Sprecher der Senatsbauverwaltung.Lesen Sie auchDer Hackerangriff war nach Angaben der Senatskanzlei am 14. August entdeckt worden. Aus Sicherheitsgründen wurden die beiden betroffenen Behörden vom Landesnetz abgetrennt. Sie sind seitdem vom Internet abgeschnitten und können keine Mails nach außen versenden. Beide Verwaltungen sind nach Angaben der Senatskanzlei arbeitsfähig.Die Probleme wirken sich aber auf Bereiche aus, die an die Ressorts angeschlossen sind. Neben der Auszahlung des Wohngelds ist auch die Leistung „Bildung und Teilhabe“ betroffen, die verschiedene Unterstützungsangebote umfasst für Kinder und Jugendliche – wie eine Übernahme von Kosten für Ausflüge von Schulen oder Kitas.Lesen Sie auchMehrere Bezirksämter haben veröffentlicht, welche weiteren Beeinträchtigungen es gibt: So sind Grundstücksdaten derzeit nicht abzurufen, Anträge für Halteverbote bei Umzügen oder zur Aufstellung von Gerüsten können nicht gestellt werden. Digitale Anträge für das Fällen von Bäumen seien auch nicht möglich.Lesen Sie auchLaut Senatskanzlei sind das Landeskriminalamt (LKA), die Staatsanwaltschaft Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wegen des Hackerangriffs eingeschaltet. Aufgrund des Vorfalls sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der dpa.dpa/nw