Man kann jetzt wahrlich nicht behaupten, dass Drogenprozesse langweilig wären. In diesem Fall geht es um eine spektakuläre Festnahme mitten in der Münchner Fußgängerzone durch das SEK, im größeren Umfeld auch um einen Mann mit falscher Identität, einen Fußballverein, dem deshalb 27 Punkte abgezogen wurden, um einen versuchten Mord an einem Polizisten. Aber das sind alles sehr weit gezogene Kreise – Geschehnisse, die dem hier Angeklagten Vladimir F. nicht zur Last gelegt werden. Der 40-jährige Autohändler soll lediglich in München binnen eines Jahres 123 Kilogramm Kokain im Wert von etwa 2,8 Millionen Euro unter die Leute gebracht haben.