Im Zollkonflikt mit dem Nachbarland setzt der US-Präsident auf Provokation: Der Ontariosee an der gemeinsamen Grenze solle künftig Amerikasee heißen.
Kanada zeigt Flagge beim Zollstreit mit den USA: ArcelorMittal-Dofasco-Stahlwerk in Ontario
Carlos Osorio/reuters
It’s showtime! Darin ist Donald Trump groß. Um zu zeigen, was er von der Unabhängigkeit Kanadas und dem Selbstbestimmungsrecht seiner 40 Millionen Einwohner*innen hält, kündigte der US-Präsident am Dienstag eine Umbenennung an: Der zu gleichen Teilen zu den USA und Kanada gehörende Ontariosee („Lake Ontario“) solle künftig „Lake America“ heißen, schrieb Trump in den sozialen Medien. Das war die vorerst letzte groteske Spitze im Handelskonflikt mit dem Nachbarstaat, der beiden Parteien ernsthaften Schaden zufügen könnte.
Fast gleichzeitig hatte die Regierung in Ottawa endgültig mit ihrem wichtigsten Handelspartner, den USA, gebrochen. Sie kündigte Vergeltungszölle an, nachdem am Freitag die Verhandlungen über ein Handelsabkommen überraschend gescheitert waren. Premier Mark Carney erklärte, „gezielte Gegenmaßnahmen“ ergreifen zu wollen, um kanadische Arbeitnehmer und Unternehmen zu schützen. Details standen zum Redaktionsschluss noch aus.











