Die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada erlebte Josip Juranovic nur aus großer Entfernung. Während sich die kroatische Nationalmannschaft ins Sechzehntelfinale mühte, dort aber bei der 1:2-Niederlage gegen Portugal das Nachsehen hatte, war der Rechtsverteidiger schon wieder im Training des 1. FC Union Berlin aktiv. Die Gegner waren an jenem Wochenende nicht Cristiano Ronaldo, Vitinha oder Bruno Fernandes, sondern Spieler von Optik Rathenow und Grün-Weiß Lübben.Den Aufgalopp in die Vorbereitung der Köpenicker erlebte Juranovic auch deshalb als Teil des Teams, weil er seinen Platz in der Nationalelf in den vergangenen Jahren verloren hat. Es war im Vorfeld des XXL-Turniers keine Überraschung, dass der 31-Jährige nicht im Aufgebot des WM-Halbfinalisten von 2022 stand.
Kommentar
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Damals bei der Winter-WM in Katar hatte Juranovic einen solch positiven Eindruck hinterlassen, dass er wenige Wochen später bei der Verpflichtung von Union als echter Top-Transfer galt. Mit Celtic Glasgow hatte er zudem in der Champions League gespielt. Juranovic war ein echtes Versprechen für die damaligen Ambitionen des Klubs und ein starker Ersatz für Julian Ryerson, den es kurz zuvor innerhalb der Bundesliga zu Borussia Dortmund gezogen hatte.Im ersten Halbjahr überzeugte Juranovic auf der rechten Schiene dann auch zu einhundert Prozent. Tolle Tore, wie in der Europa League gegen Ajax Amsterdam oder in der Bundesliga gegen den VfL Bochum, paarte er mit soliden defensiven Vorstellungen. Der damalige Trainer Urs Fischer setzte auf den Kroaten, Vereinslegende und Positionskonkurrent Christopher Trimmel fand sich nicht selten auf der Ersatzbank wieder.







