Die Spieler des 1. FC Union Berlin dürften erleichtert sein. Erleichtert darüber, dass die Vorbereitungszeit mit dem Spiel gegen Ipswich Town (Sonnabend, 15.30 Uhr) endlich ein Ende findet, bevor es zum Abschluss der ersten regulären Trainingswoche am 23. August (15.30 Uhr) bei Zweitligist Eintracht Braunschweig um den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals geht. Die Partie gegen den Premier-League-Aufsteiger, der seinerseits eine Woche darauf gegen den FC Sunderland am ersten Spieltag um Punkte kämpft, ist für Union das zehnte und letzte Testspiel des Sommers. Ein Sommer, der einerseits für Aufbruchstimmung gesorgt hat, rund um die Alte Försterei aber auch weiterhin Fragen offenlässt.
Ist der Kader gut genug für attraktiven Fußball?
Trainer Mauro Lustrinelli, der nach der Meisterschaft mit dem FC Thun in der Schweiz zum ersten Mal bei einem Klub in einer europäischen Top-Liga in der Verantwortung steht, will bei Union attraktiven Fußball spielen lassen. Nach einigen Jahren mit viel fußballerischem Stückwerk, wurde dem 50-Jährigen die Aufgabe anvertraut, den Verein in ruhigen Fahrwassern durch die achte Bundesliga-Saison in Serie zu führen. Die große Frage, die sich zwangsläufig stellt: Ist das Spielermaterial, das dem Schweizer zur Verfügung steht, dafür auch gut genug? Lustrinelli hat sich in den zurückliegenden sieben Vorbereitungswochen mächtig ins Zeug gelegt. Die Einheiten auf dem Platz gingen nicht selten über zwei Stunden. Im Trainingslager in Aigen im Ennstal (Österreich) begann das Training mit der Erwärmung kurz vor elf Uhr. Die letzten Spieler verließen den Rasen erst um 13.30 Uhr. Verwundert hatte der Nachfolger von Interimstrainerin Marie-Louise Eta auf die Frage reagiert, warum während der Woche in Österreich bloß einmal am Tag trainiert werde. „Wir arbeiten so intensiv, dass der Fokus für den restlichen Tag auf der Regeneration liegt“, hatte Lustrinelli geantwortet. Er hielt Wort.








