Das Ende des VW-Werkes in Mosel bei Zwickau scheint beschlossene Sache. So jedenfalls verstanden am Montagabend mehrere Stadträte eine Aussage von Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Sie war zu einer Informationsveranstaltung über eine Industrieansiedlung nahe Pirna geeilt, kam einige Minuten zu spät. „Sie entschuldigte sich mit den Worten, sie käme gerade von Gesprächen aus Zwickau. Es gäbe keine guten Nachrichten: Zwickau schließt spätestens 2030“, so einer der anwesenden Stadträte gegenüber dieser Zeitung. Er selbst war über die Klarheit der Aussage überrascht. Denn dass das Werk in Zwickau mit 8000 Beschäftigten von einer möglichen Schließung betroffen sein könnte, ist seit langem bekannt. Dass es jetzt auch so kommen soll, ist neu.
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung hat sich den Verlauf der Sitzung von zwei weiteren Anwesenden bestätigen lassen. Diese so in Pirna getroffene Aussage der Ministerin sei „richtig“ wiedergegeben. „Die Ministerin wirkte sehr mitgenommen und wolle alles versuchen, das zu verhindern. Aber sie sagte, dass das Zwickauer Werk bis 2030 spätestens schließe“, so ein Dohnaer Stadtrat. Ein Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium versuchte, die Aussage im Nachgang zu relativieren. In weiteren Gesprächen wolle man verhindern, dass es auch tatsächlich zur Schließung käme.










