Ende der 1980er-Jahre war die Zukunft endlich auch in der Münchner Vorstadt angekommen. Sie manifestierte sich in Form eines kleinen grauen Kastens. Das Ding stand nicht etwa zu Hause im Wohnzimmer, sondern war hinter einer abschließbaren Plastikvitrine im örtlichen Spielwaren- und Bürobedarfsgeschäft ausgestellt. Hier konnten wir, meine Freunde und ich und auch noch die aus der Parallelklasse, „Super Mario Bros.“ probespielen. Der Glückliche, der den verschwitzten Controller gerade in der Hand hielt, hatte ein Leben zur Verfügung. Die Könner kamen damit locker eine halbe Stunde aus, Anfänger mussten bereits nach wenigen Sekunden wieder ans Ende der Warteschlange.
Gamescom in Köln: Wie habt ihr euch verändert, Computerspiele?
„Super Mario Bros.“ sah einmal wie die Zukunft aus – und war doch nur ein Pixelhaufen, gemessen an dem kommenden Blockbuster „GTA 6“.











