Hitze, Dürre, Missernten? AfD-Chef Tino Chrupalla hat dieses Jahr einen ganz normalen Sommer erlebt. Fakten zu einer Wahrnehmungsstörung.
Ganz normaler Sommer: Ein Landwirt bearbeitet mit seinem Traktor ein abgeerntetes Getreidefeld in Mittelfranken
Daniel Karmann/dpa
Egal, ob sie biologisch wirtschaften oder konventionell, ob groß oder klein – „die Liquidität der Agrarbetriebe in Sachsen-Anhalt ist äußerst angespannt“, sagt Erik Hecht, Pressereferent des Landesbauernverbandes. Die kürzlich vorgestellte Erntebilanz nannte die Situation beim Winterraps „katastrophal“, an Winterweizen ernteten die Landwirte rund zehn Dezitonnen weniger als im jährlichen Durchschnitt. Grund für das Ernteergebnis sei „maßgeblich die Hitze in Kombination mit den viel zu geringen Niederschlagsmengen zur Wachstumszeit“, so der Landesbauernverband.
Diese Nöte der Betriebe kennt die Führungsetage der AfD augenscheinlich nicht. Als die ARD im Sommerinterview mit Partei-Chef Tino Chrupalla einen Videoschnipsel des sachsen-anhaltischen Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund einspielte, in dem dieser jubelte „Endlich ist der Sommer zurück, endlich ist er da, der Klimawandel“, schmunzelte der Interviewte und sah keinen Widerspruch zu „seinen Aussagen“ zum Klimawandel. Er sehe für diesen Sommer keinen exorbitanten Unterschied im Vergleich zu anderen Jahren, so Chrupalla.










