PfadnavigationHomePolitikNeue Iran-Sanktionen„Jede wirtschaftliche Lebensader ​durchtrennen, die dieses ‌tyrannische Regime am Leben hält“Stand: 20:19 UhrLesedauer: 2 MinutenUS-Finanzminister Scott Bessent kündigt eine neue Reihe von Sanktionen gegen den Iran anQuelle: Getty Images via AFP/CHIP SOMODEVILLAUS-Finanzminister Scott Bessent ruft den „wirtschaftlichen D-Day“ aus – jetzt geraten auch Handelspartner und Energieimporteure ins Visier der US-Sanktionen.Die US-Regierung hat eine Ausweitung ihrer Sanktionen gegen ⁠den Iran angekündigt. Damit sollen weltweit Unternehmen und Länder bestraft werden, die Geschäftsbeziehungen zum Iran unterhalten. US-Finanzminister Scott Bessent sprach am Montag von einem „wirtschaftlichen D-Day“ und ⁠einer letzten Warnung an andere Staaten, ihre Verbindungen zu kappen. „Unser Ziel ‌ist es, jede wirtschaftliche Lebensader ​zu durchtrennen, die dieses ‌tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran allein dasteht“, ​sagte Bessent. Das Finanzministerium teilte mit, es habe Maßnahmen gegen fünf Sektoren ergriffen, darunter ​Kryptowährungen, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt. Zudem belegte das Ministerium fast 60 Unternehmen, Einzelpersonen und Schiffe mit Sanktionen.Die Verschärfung des Drucks ​erfolgt fast sechs Monate nach Beginn des Krieges der USA und Israels mit dem ‌Iran. Die schweren Kämpfe haben zwar nachgelassen, die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts sind jedoch ins Stocken geraten. Lesen Sie auchDie Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist weiterhin weitgehend blockiert, weshalb die Energiepreise weltweit hoch bleiben. Die US-Regierung geht zudem verstärkt gegen den chinesischen Kauf von iranischem Öl vor. ⁠China ist seit mehreren Jahren der größte Abnehmer. Washington verzichtete bislang jedoch darauf, größere Banken der Volksrepublik zu sanktionieren, ‌die den Ölhandel abwickeln könnten.Vergangene Woche hatte Trump dem Iran mit einem beispiellosen „Wirtschaftskrieg“ gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit „GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.Lesen Sie auchDie Folgen des Konflikts belasten die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump. ‌Lediglich 33 Prozent der US-Bürger zeigten sich in einer aktuellen ‌Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des ⁠Instituts ⁠Ipsos mit seiner Arbeit zufrieden. Trump erklärte, die wirtschaftlichen Kosten ‌seien notwendig, um sicherzustellen, dass der Iran ​nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Lesen Sie auchDie USA halten seit Jahrzehnten Sanktionen gegen den Iran ​aufrecht, ​die vor allem auf die Öleinnahmen und die Revolutionsgarden abzielen. Die Strafmaßnahmen schließen die betroffenen Unternehmen vom ⁠dollarbasierten Finanzsystem aus. Der Iran konnte die Sanktionen in der Vergangenheit jedoch immer wieder durch die rasche Gründung von Tarnfirmen und die Umflaggung von ​Schiffen umgehen.rtr/dpa/doli