Gute zwei Monate, nachdem die Finanzaufsicht Bafin die gesamte Berenberg-Spitze wegen möglicher Regelverstöße abberufen hat, hat, hat der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter Hendrik Riehmer (58) seine Anteile verkauft und scheidet damit aus dem Kreis der Eigner aus.Laut Mitteilung der Bank übernimmt die Hamburger Döhle Gruppe seine Anteile. Sie erwirbt den bisherigen Anteil von Riehmer an der PetRie Beteiligungsgesellschaft mbH und hält damit umgerechnet künftig 9,98 Prozent an der Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG – so der offizielle Name der Bankgesellschaft. Über die PetRie Beteiligungsgesellschaft hielten Riehmer und der heutige Bafin-Sonderbeauftragte Hans-Walter Peters (71) ihre Anteile an der Kommanditgesellschaft.Finanzielle Details wurden nicht bekannt. Die Investition von Döhle sei rein finanzieller Natur, hieß es. Einblick in das Kundengeschäft soll die Döhle-Gruppe nicht erhalten heißt es. Peters, der seit dem Bafin-Eingriff interimsweise die Geschäfte für Markt und Kunden führt, tritt in der Mitteilung zugleich als Geschäftsführer der PetRie und als Gesellschafter auf.Riehmer und zwei Kollegen wurden entlassen, nachdem Wirtschaftsprüfer potenzielle Verstöße gegen die Corporate Governance bei dem Kreditinstitut aufgedeckt hatten. Für Riehmer bedeutete diese einen erstaunlichen Abstieg. Schließlich hatte der die Bank über ihren traditionellen Schwerpunkt hinaus zu einer festen Größe im deutschen Investmentbanking entwickelt, insbesondere im Aktienemissionsgeschäft.