PfadnavigationHomePolitikSachsen-Anhalt„Sind nicht die fünfte Kolonne der CDU“ – Linke richtet Ansage an Schulze-ParteiStand: 14:32 UhrLesedauer: 2 MinutenSahra Wagenknecht gerät zunehmend unter Druck. In Thüringen stellt sich das BSW gegen ihren Vorstoß, die Koalition zu verlassen. In Sachsen-Anhalt sorgt ihre Haltung zur AfD für Kritik. Hans-Ulrich Jörges findet deutliche Worte zum Kurs der Politikerin.Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt legt die Linke ein Neun-Punkte-Papier vor, in dem sie ihr Programm skizziert. Den CDU-Konkurrenten Sven Schulze warnt die Partei vor einem Irrtum.Die Linke in Sachsen-Anhalt hat ein Neun-Punkte-Programm für die kommende Wahlperiode vorgelegt. Darin setzt die Partei auf einen landeseigenen Zukunftsfonds für Wirtschaft und Infrastruktur, eine Bundesratsinitiative zur Wiedereinführung der Vermögensteuer sowie mehr staatliche Verantwortung bei Kitas, Schulsozialarbeit und medizinischer Versorgung.Sachsen-Anhalt werde nicht kippen, hieß es in einer Mitteilung der Partei. Mit Blick auf die in Umfragen weit vorn liegende AfD kritisierte die Linke, dass „Simson-Ausfahrten und die Rückkehr in die 1990er Jahre“ die Probleme des Landes nicht lösen würden. In dem Bundesland wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt.Lesen Sie auchDie AfD hingegen gibt sich siegessicher. „Wir werden in Sachsen-Anhalt die Regierung stellen“, sagte Co-Parteichefin Alice Weidel am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. „Die CDU wird keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen.“ Die sogenannte Brandmauer – also eine klare Abgrenzung nach rechtsaußen zur AfD – mache die CDU kaputt. „Wir werden auch im Bund regieren.“ Dann werde die AfD zeigen, was sie könne.Co-Parteichef Tino Chrupalla signalisierte im ARD-Sommerinterview Gesprächsbereitschaft mit anderen Parteien, sollte die AfD nicht alleine regieren können. „Wir machen das Angebot der Gespräche.“ Die AfD werde allen Parteien die Hand ausstrecken. Bisher grenze die Brandmauer große Teile der Bevölkerung aus. Ziel sei aber die absolute Mehrheit in Sachsen-Anhalt. Allerdings müsse erst der „Bär erlegt werden“, bevor das Fell verteilt werden könne.Linke-Spitzenkandidatin Eva von Angern sagte vor Journalisten in Berlin, ihre Partei wolle auf keinen Fall zulassen, dass Sachsen-Anhalt „ein Experimentierfeld für eine rechtsextreme Partei ist“. Man sei bereit, alles dafür zu tun, die AfD von den Schalthebeln der Macht abzuhalten.Lesen Sie auch„Aber wir sind nicht die fünfte Kolonne der CDU“, fügte sie mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit mit den Christdemokraten nach der Wahl hinzu. Man stehe für eine andere Politik. „Eine Linke gibt es nicht zum Nulltarif.“ CDU-Ministerpräsident „Sven Schulze soll nicht erwarten, dass wir hier wie die Lämmchen über die Klippe springen“.dpa/Reuters/jm