Noch regiert in Berlin eine Koalition aus CDU und SPD – mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner an der Spitze. Seine Spitzenkandidatur für die Wahl des Abgeordnetenhauses am 20. September hat Wegner allerdings zurückgezogen, nach heftiger Kritik um seine Aussagen zum Krisenmanagement und ein Tennisspiel während des großen Stromausfalls im Januar. Für die CDU tritt stattdessen Stefan Evers an. Wen würden Sie wählen?Am 20. September 2026 findet die Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Vergleichen Sie die Antworten der Parteien mit Ihren Standpunkten. Zum Wahl-O-Mat Was sagen die Umfragen vor der Berlin-Wahl?In den zuletzt veröffentlichten Umfragen verschiedener Institute wechselten sich CDU, Linke und AfD an der Spitze ab, die drei Parteien lagen dabei jeweils knapp über oder knapp unter 20 Prozent. Grüne und SPD folgten mal mit etwas mehr, mal mit etwas weniger Abstand, erhielten aber auch jeweils zweistellige Zustimmungswerte. BSW und FDP kämpfen den Umfragen zufolge um den Einzug ins Landesparlament, womöglich scheitern sie an der Fünfprozenthürde.Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?Zur Auswahl stehen Thesen zu Politikfeldern wie Wirtschaft, Umwelt oder Soziales, es kann mit „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“, „Neutral“ oder „Überspringen“ abgestimmt werden. Am Ende muss noch ausgewählt werden, welche der 17 Parteien, die zur Wahl am 20. September antreten, verglichen werden sollen. Das Tool berechnet dann Prozentwerte der Übereinstimmung, inklusive Begründungen der Parteien.Kann ich einzelne Themen beim Wahl-O-Mat stärker gewichten?Ja, Thesen, die besonders wichtig erscheinen, können doppelt gewichtet werden – so fließen diese Themen stärker in das Endergebnis ein. Nachdem alle Thesen beantwortet sind, können Sie auswählen, welche Positionen für Sie besonders relevant sind. Außerdem ist es möglich, einzelne Antworten im Nachhinein noch zu ändern und die Auswahl der Parteien, mit denen die eigene Position verglichen werden soll, beliebig oft anzupassen.Wer erstellt die Thesen für den Wahl-O-Mat?Die Thesen werden von einer Jugendredaktion in enger Abstimmung mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt. Die Grundlage dafür liefern die Partei- und Wahlprogramme sowie programmatische Aussagen der Parteien zur jeweiligen Wahl. Die Positionen und Begründungen zu den einzelnen Thesen stammen dabei ausschließlich von den Parteien selbst. Den Wahl-O-Mat gibt es bereits seit 2002 – er wird aus Steuergeldern finanziert.Beeinflusst der Wahl-O-Mat die Wahlentscheidung?Bei vielen Nutzern schon: Umfragen deuten an, dass rund 30 Prozent ihre Präferenz etwas oder stark anpassen, vor allem junge Wählerinnen und Wähler. Studien belegen, dass Wahlhilfen die sogenannte Umentscheidungsrate um das 1,5-Fache steigern und gleichzeitig politisches Wissen sowie das Interesse am Wahlgang fördern. Kritiker sehen hier aber auch ein Risiko der Vereinfachung.