Straßenszene an zentralem Platz in Teheran (am 3. August)
Derart klare Worte kommen aus Teheran nicht allzu häufig: Vor dem Hintergrund der US-Androhung eines Wirtschaftskriegs (hier mehr zum Thema) hat der iranische Präsident Masoud Pezeshkian Schwierigkeiten im Land eingeräumt, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage.
Die Regierung setze sich dafür ein, die Inflation zu senken, sagte Pezeshkian in einer Rede, wie aus einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des Präsidenten hervorgeht. Pezeshkian sprach demnach auch von »erheblichen Ungleichgewichten« in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin sowie in der Umwelt und im Bankensektor, die seine Regierung »geerbt« habe. Seit seinem Amtsantritt im Juli 2024 habe das Land mit einer Kombination aus Krieg, Sanktionen, politischem Druck und Attentaten zu kämpfen gehabt.
Mann neben Geldautomat in Teheran (am 13. August)
Pezeshkian schien in der Rede auch auf die jüngste Aussage von US-Präsident Donald Trump einzugehen, der Iran fast sechs Monate nach Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit einem Wirtschaftskrieg gedroht hatte. Pezeshkian sagte der Mitteilung zufolge, Iran sei »mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert«. Er habe darauf hingewiesen, »dass die Feinde offen damit gedroht hätten, beispiellose Sanktionen gegen das Land zu verhängen«.












