PfadnavigationHomePanoramaSchweizBrand in Crans-Montana – Bar-Besitzer Moretti wegen häuslicher Gewalt festgenommenStand: 22:32 UhrLesedauer: 2 MinutenBar-Besitzer Jacques Moretti sitzt nun in UntersuchungshaftQuelle: AFP/MAXIME SCHMIDMehr als acht Monate nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana macht der Bar-Besitzer erneut Schlagzeilen: Jaques Moretti soll seine Frau so schwer misshandelt haben, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.Jacques Moretti, der Besitzer der bei der Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana in der Silvesternacht zerstörten Bar ist wegen Gewalt gegen seine Ehefrau Jessica festgenommen worden. Der Mann sitze in Untersuchungshaft, berichteten der Fernsehsender Léman Bleu und der öffentlich-rechtliche Rundfunk RTS am Sonntag. Dem Genfer Fernsehsender zufolge hatte er seine Frau so schwer misshandelt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der Vorfall soll sich vom 11. auf den 12. August ereignet haben. Ob sie das Krankenhaus wieder verlassen konnte, ist nicht bekannt.Bei dem Brand in der Bar „Le Constellation“ im Schweizer Skiort Crans-Montana waren 41 zumeist junge Menschen ums Leben gekommen. 115 weitere Menschen wurden verletzt. Funkensprühende Partyfontänen hatten Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Gegen die Bar-Besitzer wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.Lesen Sie auchBei den anhaltenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll insbesondere geklärt werden, ob die Morettis und die Verantwortlichen der Gemeinde gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben. Die Gemeinde räumte bereits ein, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar stattgefunden hatten, obwohl diese jedes Jahr vorgeschrieben sind.Die Anwälte des Ehepaars erklärten am Sonntagabend, die nun erhobenen Vorwürfe beträfen „ausschließlich das Privatleben“ des Paares. Dennoch stünden sie „in einem Kontext, der nicht ignoriert werden kann: Dem einer besonders schweren Prüfung, der die beiden seit dem 1. Januar zusammen die Stirn zu bieten versuchen“.AFP/sebe