DFB-Pokal am Sonntag : Jeddeloh II wächst über sich hinaus – Erstligaklubs weiter23.08.2026, 20:19Lesezeit: 3 Min.Die erste Sensation im DFB-Pokal ist perfekt. Ein Regionalligaklub aus dem niedersächsischen Ammerland deklassiert Bundesliga-Absteiger Heidenheim. Die Erstligavereine geben sich keine Blöße.Der SSV Jeddeloh II aus der Regionalliga Nord hat im DFB-Pokal für eine Sensation gesorgt. Der Außenseiter aus der Nähe von Oldenburg besiegte den Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim im Oldenburger Marschweg-Stadion in der ersten Pokalrunde mit 5:2 (3:1).„Es ist unfassbar. Für die Momente haben wir alle angefangen, Fußball zu spielen“, sagte Jeddelohs Torwart Moritz Onken bei „Sky“: „Ich schätze mal, das wird heute eine lange Nacht.“Die Heidenheimer mussten ohne ihren gesperrten Langzeittrainer Frank Schmidt antreten, der wegen einer Gelb-Roten-Karte aus der Vorsaison nicht coachen durfte. Der 52-jährige Schmidt wurde von Kotrainer Bernhard Raab vertreten, der die Blamage nicht verhindern konnte.Dabei waren die Favoriten dank des Treffers von Yannik Wagner noch in Führung gegangen (12. Minute) – doch schnell nahm das Pokal-Debakel der Heidenheimer seinen Lauf. Nur zwei Minuten später glich Kamer Krasniqi (14.) aus. Ein Eigentor von Jan Schöppner (27.) und ein Traumtor von Haris Hyseni (29.) führten bereits zu einem klaren Pausenrückstand.Zu Beginn der zweiten Hälfte verschoss der eingewechselte Budu Siwsiwadse auch noch einen von ihm selbst herausgeholten Foulelfmeter für Heidenheim. Der Zweitligaklub bemühte sich um den Anschluss – doch mit einem Konter holte auch Jeddeloh II einen Strafstoß heraus: Hyseni erhöhte mit seinem zweiten Treffer (70.) auf 4:1. Tim Janßen ließ die Heidenheimer noch schlechter aussehen (72.). Mikkel Kaufmann (89.) gelang nur noch Ergebniskosmetik.Erstligavereine erreichen die nächste RundeDie Bundesligaklubs Borussia Mönchengladbach, FSV Mainz 05 und SC Freiburg zogen derweil mit klaren Siegen in die nächste Runde ein. Und auch der 1. FC Union Berlin und Bundesliga-Rückkehrer SC Paderborn kämpften sich weiter.Die Gladbacher gewannen angeführt von Neuzugang Hugo Bolin mit 5:0 (2:0) beim Oberligaklub TSV Schott Mainz. Der Schwede schnürte einen Doppelpack, zudem trafen Daiki Hashioka, Lukas Ullrich und Wael Mohya für die Borussia.Mainz 05 machte es vor allem dank Stürmer Phillip Tietz noch deutlicher und siegte mit 9:0 (5:0) beim Fünftligisten VfB Krieschow. Tietz traf gleich viermal gegen den Außenseiter. Nadiem Amiri erzielte zwei Tore, außerdem waren Sheraldo Becker, Ransford Königsdörffer und William Bøving erfolgreich.Freiburg setzte sich bei Fortuna Düsseldorf aus der 3. Liga dank Lucas Höler, Doppeltorschütze Igor Matanovic, Lukas Kübler und Jordy Makengo mit 5:1 (1:0) durch. Fabian Schleusener hatte es nur kurz noch einmal spannend gemacht.Der 1. FC Union geriet beim Pflichtspieldebüt seines neuen Trainers Mauro Lustrinelli gleich zweimal in Rückstand, gewann aber mit 4:2 (1:1) bei Eintracht Braunschweig. Max Marie erzielte beide Tore für den Zweitligaklub, für Berlin trafen Zeno van den Bosch, Tom Rothe und Doppelpacker Marin Ljubicic.Paderborn hatte beim 1. FC Phönix Lübeck aus der Regionalliga phasenweise Mühe, siegte aber mit 4:2 (2:1). Jano ter Horst, Santiago Castaneda, Stefano Marino und Gabriel Vidovic trafen für die Ostwestfalen, Moritz Kretzer und Tjark Scheller mit einem Eigentor für die Gastgeber.St. Pauli mit schwacher Leistung in EssenAuch die Zweitligisten 1. FC Magdeburg, SV Darmstadt 98, Dynamo Dresden und VfL Bochum kamen eine Runde weiter. Magdeburg gewann 4:0 (3:0) beim Bahlinger SC aus der fünften Liga, Darmstadt setzte sich beim Viertligaklub Carl Zeiss Jena mit 2:1 (2:1) durch.Dresden hatte gegen den Regionalligaverein Westfalia Rhynern keine Mühe und kam zu einem 6:0 (5:0)-Auswärtssieg. Und Bochum setzte sich im Zweitliga-internen Duell bei der SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 (1:0) durch.Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli indes blamierte sich und verlor beim Traditionsverein Rot-Weiss Essen aus der 3. Liga nach einer schwachen Leistung mit 0:2 (0:1).