Die Debatte über die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt treibt die Politik weiter um: In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von AfD-Abgeordneten und deren Fraktion erklärt die Bundesregierung, dass der zunehmende KI-Einsatz in Deutschland bislang nicht zu einem systematischen Beschäftigungsabbau führe. Forscher berichten zunehmend über rückläufige Chancen gerade für Nachwuchskräfte. Doch das federführende Arbeitsministerium wiegelt ab. Der digitale Wandel führt nach seiner Einschätzung nur zu einem Umbau von Tätigkeiten innerhalb bestehender Berufe.
Künstliche Intelligenz ersetze selten ganze Berufsbilder, schreibt die Exekutive. Sie verändere vielmehr konkrete Aufgaben. So entfielen zunehmend vor allem Routinearbeiten. Parallel gewönnen die kritische Bewertung und Kontrolle von KI-Ergebnissen an Gewicht. Entscheidend für den Erfolg sei daher die gezielte Weiterqualifizierung der Beschäftigten.
Alarmierende Berichte über mögliche Nachteile für Berufseinsteiger beäugt die Regierung skeptisch. Schweizer Marktstudien, die von einem Einbruch der Junior-Stellen sprechen, seien methodisch kaum belastbar, heißt es. Der Rückgang habe nämlich bereits vor dem Durchbruch generativer KI-Systeme eingesetzt. Auch schwächere Vermittlungszahlen bei der Bundesagentur für Arbeit ließen sich nicht kausal auf KI zurückführen: Sie spiegelten eher die allgemeine Konjunkturschwäche wider.






