Ein Forschungsteam der US-amerikanischen Syracuse University im Bundesstaat New York hat herausgefunden, warum die Lichtausbrüche bei wiederkehrenden Begegnungen von Sternen und supermassereichen Schwarzen Löchern abnehmen. Die entscheidende Rolle spielt dabei die Eigendrehung der Himmelskörper, bevor sie in die gravitative Anziehungskraft geraten.Anzeige

Wie in einer im Fachmagazin The Astrophysical Journal veröffentlichten Studie beschrieben wird, löst diese Erkenntnis ein jahrelanges Rätsel der Astrophysik. Die Erstautorin und Doktorandin Ananya Bandopadhyay liefert gemeinsam mit ihren Kollegen Benjamin Amend und Eric Coughlin eine Erklärung, wie eine hohe initiale Rotation den Masseverlust bei jedem weiteren Vorbeiflug spürbar verringern könnte.

Supermassereiche Schwarze Löcher und partielle Zerstörung

In den Zentren der meisten Galaxien befinden sich astronomische Objekte mit millionen- oder milliardenfacher Sonnenmasse, die starke Gravitationskräfte ausüben. Nähert sich ein Stern zu sehr, wird er durch die stark unterschiedlichen Gezeitenkräfte an seinen Rändern zerrissen, was in der Astronomie als Tidal-Disruption-Event bezeichnet wird.Anzeige

Das dabei abgerissene Material fällt auf das Schwarze Loch zurück und verliert Energie, die in Form von hellen Lichtblitzen über einen Zeitraum von Tagen bis Monaten abgegeben wird. Da die Schwarzen Löcher selbst kein Licht aussenden, bieten diese kurzlebigen Leuchterscheinungen der Wissenschaft eine seltene Gelegenheit, die ansonsten unsichtbaren Zonen genauer zu untersuchen.