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Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 34/2026.

Sie soll die Energieprobleme der Menschheit lösen. Milliarden sind schon in ihre Erforschung geflossen, Hunderte Testanlagen wurden im Lauf der Jahrzehnte für sie gebaut. Und doch treibt sie bis heute kein einziges Kraftwerk an.

So ist das mit der Kernfusion, der Verschmelzung von Atomkernen. Sie ist das Prinzip, das die Sonne mit Energie versorgt – und der Traum ganzer Generationen von Physikern.

Denn bei ihr drohen weder schwere Reaktorunfälle, noch braucht man wie nach der aus Atomkraftwerken bekannten Kernspaltung ein Endlager. Der Brennstoff, zwei chemische Verwandte des Wasserstoffs, ließe sich im Prinzip aus Meerwasser gewinnen. Ein Gramm enthält so viel Energie wie elf Tonnen Kohle, ohne CO₂-Emissionen.