Risikokapitalgeber stecken so viel Geld in Kernfusion wie nie zuvor. Manches Start-up kommuniziert bereits abenteuerliche Zeitpläne.

Der in Bau befindliche internationale Versuchs-Kernfusionsreaktor ITER in Frankreich

Denis Thaust/imago

Start-ups, die Kernfusion zur Marktreife bringen wollen, konnten weltweit in den vergangenen zwölf Monaten Kapital in Höhe von 4,48 Milliarden US-Dollar einwerben – 69 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Global Fusion Industry Report des Branchenverbandes Fusion Industry Association (FIA) hervor.

Seit dem ersten Report im Jahr 2021 habe die Branche, die weltweit 56 Unternehmen umfasst, schon 14,24 Milliarden US-Dollar akquirieren können. Das meiste Geld konnte bisher die Firma Commonwealth Fusion Systems an Land ziehen, eine Ausgründung des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Nach Branchenangaben arbeiten im Sektor Kernfusion heute weltweit mehr als 16.000 Menschen.