Mehr als vier Tonnen tote Fische haben polnische Behörden in den vergangenen Tagen aus einem Nebengewässer der Oder geborgen, des Gleiwitzer Kanals. Bislang sei das Fischsterben auf einen Abschnitt dieses Kanals begrenzt, sagte eine Sprecherin der örtlichen Wasserbehörde dem Sender Tok.fm. Die Oder ist ein deutsch-polnischer Grenzfluss.Ursache sei die Blüte der giftigen Goldalge, teilte die Behörde mit. Derzeit würden regelmäßige Patrouillen zu Wasser und an Land die Lage überwachen. Der Betrieb von zwei Schleusen sei ausgesetzt worden. So solle verhindert werden, dass die Goldalge sich auf weitere Kanalabschnitte ausbreite. Sollte dies nicht gelingen, erwägt die Wasserbehörde demnach die kontrollierte Einleitung von Wasserstoffperoxid, das die Zellen der Goldalge schädigen soll.Wegen seines Umgangs mit der Katastrophe stand Polen in der Kritik. Die damalige Bundesumweltministerin Steffi Lemke räumte ein, es habe bei der Aufklärung des Fischsterbens Schwierigkeiten bei der Kooperation mit Polen gegeben. »Die Frage der deutsch-polnischen Zusammenarbeit hat an dieser Stelle ganz offensichtlich nicht funktioniert, sonst hätten wir früher Informationen erhalten, zumindest das Land Brandenburg oder auch die Anrainerkommunen«, sagte Lemke damals.
Vier Tonnen tote Fische – Polen kämpft gegen giftige Goldalge in Oder-Nebengewässer
Polnische Behörden haben eine Blüte der giftigen Goldalge in einem Nebengewässer der Oder gefunden. Die Folge: ein Fischsterben. Nun gibt es erste Maßnahmen, um eine Katastrophe zu verhindern.











