PfadnavigationHomeRegionalesThüringenZahlreiche tote Fische durch Trockenheit und NiedrigwasserStand: 12:34 UhrLesedauer: 3 MinutenIn diesem Sommer gab es laut Umweltministerium bereits zahlreiche tote Fische im Freistaat. (Symbolbild)Quelle: Patrick Pleul/dpaDie vergangenen Hitzeperioden haben nicht nur den Gewässern zugesetzt, sondern auch den Fischen darin. Ein Massen-Sterben in einer Fischzuchtanlage hatte laut Untersuchung hingegen andere Gründe.Infolge von Trockenheit und Niedrigwasser hat es in Thüringen in den Sommermonaten mehrere Meldungen von toten Fischen gegeben. «Es gab bereits zahlreiche tote Fische in diesem Sommer», hieß es aus dem Thüringer Umweltministerium.So wurden den Angaben nach etwa im Immertalstausee bei Friemar 200 tote Hechte gemeldet. Meldungen von toten Fischen gab es demnach auch in der Steinach (Landkreis Sonneberg) oder in Herbsleben (Unstrut-Hainich-Kreis). In Herbsleben waren demnach vor allem die Herbsleber Teiche betroffen, wo unter anderem Hechte, Zander, Barsche, Karpfen und Weißfische leben. Eine Zahl, wie viele Fische bislang insgesamt verendet sind, gab das Ministerium nicht an.Insgesamt seien es jedoch mehr tote Fische als in den vergangenen Jahren. «Im Vergleich zu den Vorjahren kommt es in diesem Jahr infolge extremer Früh- und Sommerhitzewellen sowie anhaltender Dürreperioden zu mehr Fischsterben», so das Ministerium.Bisher kein größeres FischsterbenVom Landesanglerverband Thüringen hieß es, dass es bislang jedoch noch kein größeres Fischsterben gegeben habe. Zwar seien aktuell die Temperaturen niedriger - doch es gebe weiterhin teils niedrige Wasserstände. Wenn es also erneut Hitze und Trockenheit gebe, «kann es durchaus zu massiven Fischverlusten kommen», wie eine Sprecherin sagte. Dann seien zuerst flache Gewässer oder kleinere Fließgewässer betroffen.Der Verband beobachtet die Situation fortlaufend weiter. So würden regelmäßig die Gewässer im Freistaat kontrolliert. Seit Ende Juni herrscht etwa ein Angelverbot in der Gera in den Gemarkungen Plaue und Arnstadt. Weitflächige Angelverbote gebe es jedoch aktuell nicht.Wie Hitze und Trockenheit schadenDurch Hitze und Niedrigwasser erwärmt sich Wasser schneller und führt zu Sauerstoffmangel. Das verschlechtert nicht nur für Fische, sondern auch für andere Wasserorganismen die Lebensbedingungen. Jedoch haben nicht alle Fischarten im gleichen Ausmaß mit den Auswirkungen der Hitze zu kämpfen. So fühlt sich etwa der Wels laut Umweltministerium bei Wassertemperaturen von bis zu 30 Grad wohl. Aber auch Schleie, Brachse und Rotauge tolerierten wärmeres Wasser deutlich besser.Mit der Zeit kann sich zudem den Angaben nach in den Fließgewässern der Fischbestand erholen, da Fische aus nicht betroffenen Gewässerabschnitten einwandern. So könnten sich Bestände durch Fortpflanzung wieder aufbauen.Untersuchungsergebnisse nach Sterben in FischzuchtanlageNachdem Anfang Juni massenweise Fische in einer Fischzuchtanlage im südthüringischen Untermaßfeld gestorben waren, liegen nach Angaben des Landratsamts Schmalkalden-Meiningen nun die Untersuchungsergebnisse vor. Diese wiesen auf eine akute Ammoniakbelastung als wesentlichen Faktor für das Fischsterben hin. Woher diese stamme, sei jedoch unklar. Die Konzentration lag dabei in einem Bereich, der insbesondere für empfindliche Fischarten wie Forellen akut toxisch sei.Die betroffene Fischzucht wird demnach über das öffentliche Gewässer der Sülze mit Wasser versorgt. Proben aus dem Fluss zeigten jedoch keine auffälligen Ammonium- oder Ammoniakwerte. Ob die Ammoniakbelastung allein das Ausmaß erkläre, lasse sich jedoch nicht mit letzter Sicherheit sagen, hieß es vom Landratsamt. Es gab zudem jedoch keine Hinweise auf Infektionskrankheiten, Belastung durch Pflanzenschutzmittel oder andere giftige Substanzen.Die Untersuchungen hätten auch keine Hinweise auf eine lebensmittelrechtlich relevante Belastung der Fische ergeben. Die entsprechende Sperrung durch den Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung wurde daher aufgehoben.dpa-infocom GmbH
Zahlreiche tote Fische durch Trockenheit und Niedrigwasser - WELT
Die vergangenen Hitzeperioden haben nicht nur den Gewässern zugesetzt, sondern auch den Fischen darin. Ein Massen-Sterben in einer Fischzuchtanlage hatte laut Untersuchung hingegen andere Gründe.







